Cannabinoide und Chemotherapie in Kombination töten Krebszellen

Autor: Claudia Wiegand

Veröffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 21. Oktober 2017

Ein Hoffnungsschimmer für Krebspatienten: Forscher der Londoner St. George’s Universität belegen, dass Cannabinoide Leukämiezellen töten können und somit bei Blutkrebs Wirkung zeigen. Das International Journal of Oncology hat zudem Erfolge bei der Kombination mit einer Chemotherapie gefeiert. Diese kann durch eine Cannabisverordnung verkürzt und schonender eingesetzt werden. Weitere Tests sind geplant.

Nachweis zur Zerstörung von Leukämizellen

Phytochemikalien in Cannabis sind die bei der Zerstörung von Leukämiezellen wirksam. Forscher der Londoner St. George’s Universität konnten in einer Studie belegen, dass Cannabinoide Leukämiezellen zerstören und somit Blutkrebs bekämpfen können.

Stärkere Wirkung durch Chemotherapie nachgewiesen

Im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt, würde diese krebsheilende Wirkung der aktiven Chemikalien in Cannabis sogar noch verstärkt, wodurch die Chemotherapien effektiv verkürzt und in schonender Weise eingesetzt werden könnten. Veröffentlicht wurden diese Ergebnisse im „International Journal of Oncology“. Danach wurden unterschiedliche cannabinoide Wirkstoffe wie THC und CBD einzeln wie in Kombination mit anderen Cannabinoiden getestet und herausgefunden, dass es in der Kombination mit der herkömmlichen Chemotherapie vor allem auf die richtige Reihenfolge ankommt. Zelltod konnte mit einer Behandlung durch Cannabinoide nach der Chemotherapie verhindert werden; davor allerdings blieb die Wirkung aus. Die Wissenschaftler betonen, dass mit hochkonzentrierten, extrahierten Wirkstoffen gearbeitet wurde und, dass weitere Tests notwendig seien. Ein Hoffnungsschimmer für Krebspatienten.

Quelle: spandidos-publications.com