Notstand in Nevada: Regierung setzt auf medizinisches Cannabis

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Verõffentlicht am: 18. Juli 2017

Geändert am: 31. August 2017

Notstand in Nevada: Regierung setzt auf medizinisches Cannabis

Ein Cannabis Engpass verursacht einen Notstand in Nevada. In Nevada ist Cannabis für den Freizeitgebrauch im Juli 2017 legalisiert worden, weswegen die Nachfrage mit zusätzlichen Patienten rasant gestiegen ist. Diesem Andrang sind die bislang sieben Alkohol-Großhändler, die eine Lizenz für die Lieferung von medizinischem Cannabis besitzen, nicht gewachsen. Die oberste Steuerbehörde kümmert sich derzeit um eine Neuregelung, um den Engpass zu beheben.

Alkohol-Großhändler beliefern Nevada mit Cannabis

Der US-Bundesstaat Nevada ist in vielerlei Hinsicht besonders. Seit dem 1. Juli 2017 ist hier der Verkauf von Cannabis in den sog. Dispensaries für den Freizeitgebrauch offiziell erlaubt. Die Belieferung mit der Ware ist allerdings nur durch Alkohol-Großhändler gestattet. Sie haben die Exklusivrechte, Cannabis von den Züchtern zu den Einzelhändlern zu bringen. Dies ist Teil einer vorübergehenden gerichtlichen Anordnung, die im Juni verlängert wurde. Diese Regel soll dafür sorgen „das Ziel der Regulierung von Marihuana ähnlich wie Alkohol“ zu fördern – und die Likör-Läden vor dem Verlust des Geschäfts zu schützen, sollte die Nachfrage nach Freizeit-Marihuana steigen.

Wenig Lizenzen zur Cannabis-Verteilung

Nevada ist der einzige Bundesstaat der USA mit legalem Cannabis, der eine solche Anordnung hat. Nun gibt es etwa 70 lizenzierte Alkohol-Großhändler in dem Staat, aber nur sieben beantragte die Lizenz zur Verteilung von Marihuana, wovon fünf Anträge unvollständig ausgefüllt waren. Somit sahen sich rund 50 Geschäfte in der Region Las Vegas vor einem massiven Versorgungsproblem. Ihnen ging nur zwei Wochen nach dem Verkaufsstart die Ware aus. Um den Engpass zu beheben, wurde kurzerhand der Notstand ausgerufen. Daraufhin befasste sich die oberste Steuerbehörde von Nevada mit einer schnellen Neuregelung, um den Mangel zu beheben. Als Ergebnis wird man nun den Apotheken, die zuvor medizinisches Cannabis verkauft haben erlauben, sich an der Ausschreibung zu beteiligen, die zuvor nur den Alkohol-Großhändlern vorbehalten war.

Quelle: Businessinsider

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