News

Leafly.de informiert über den aktuellen Stand der Nachrichten rund um Cannabis als Medizin aus den Kategorien Gesundheitspolitik, Forschung und Ausland.

Cannabis ist nach wie vor Droge Nummer Eins in Deutschland: Grüne fordern neue Drogenpolitik

Cannabis ist unverändert die am häufigsten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen wie Erwachsenen in Deutschland. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben 7,3 Prozent an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 64-Jährigen waren es 6,1 Prozent. Über die letzten 25 Jahre hinweg zeigt der Cannabiskonsum in der Bevölkerung einen insgesamt zunehmenden Trend. Der Jahresbericht der Bundesregierung zur Drogensituation in Deutschland – früher bekannt unter dem Namen „REITOX-Bericht“ – ist das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen. Er wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht verfasst. Dr. Kirsten Kappert-Gonther von den Grünen erklärt als Reaktion auf den Bericht, dass das Verbot von Cannabis gescheitert sei: „Der Konsum ist in der Bevölkerung weit verbreitet, die strafrechtliche Verfolgung der Konsumentinnen und Konsumenten ändert daran nichts. Der bestehende Schwarzmarkt fördert nicht nur die organisierte Kriminalität, sondern macht Jugend- und Verbraucherschutz unmöglich. Die Drogenbeauftragte ignoriert diese Tatsachen seit Jahren." Erwartungsgemäß sieht das die Drogenbeauftragte des Bundestages, Marlene Mortler, anders. In ihrem Statement zum Jahresbericht fordert sie eine „wirklich flächendeckende Präventionsarbeit in Sachen Cannabis. Keine andere illegale Droge ist so weit verbreitet und keine andere führt so viele Menschen in ambulante und stationäre Therapieangebote.“ Die Grünen kritisieren Mortler seit ihrem Amtsantritt für ihre kontroversen Aussagen. Erst im September stellte die Fraktion eine kleine Anfrage an den Bundestag um nachzufragen, ob die Bundesregierung überhaupt hinter den mehr…

Aktuelle Nachrichten

Urteil: Kein Eigenanbau für Cannabispatient Günter Weiglein

Urteil: Kein Eigenanbau für Cannabispatient

Weiglein wurde wegen unerlaubten vorsätzlichen Anbaus von Betäubungsmitteln verurteilt. Die Geldstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt – das bedeutet, sie wird erst fällig, sollte er erneut Cannabis selbst anbaut. Im Jahr 2014 hatte er bereits vor dem Verwaltungsgericht Köln die Erlaubnis erstritten, Cannabis zur eigenen medizinischen Versorgung anzubauen. Dagegen legte die Bundesopiumstelle allerdings Berufung ein. Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte von Günter Weiglein. Der Eigenanbau, der vor dem Amtsgericht Würzburg verhandelt wurde, fand im Jahr 2016 statt. Also vor der Gesetzesänderung zum Einsatz von Cannabis als Medizin. Zu diesem Zeitpunkt besaß der Schmerzpatient eine Ausnahmegenehmigung, um Cannabis zur Behandlung seiner starken Schmerzen einzunehmen. Weiglein nach Gesetzesänderung schlechtergestellt Weiglein sah mehr…

Erste E-Zigarette für CBD kommt

Erste E-Zigarette für CBD kommt

Der israelische Cannabisproduzent MGC Pharmaceuticals hat einen Vertrag mit dem europäischen Marihuanahersteller Mabsut Life geschlossen, um sein Cannabisextrakt mit Cannabidiol für die Verwendung in elektronischen Zigaretten bereitzustellen. Mabsut Life wird das Cannabidiol-Extrakt von MGC verwenden, um eine Kartusche für E-Zigaretten zu entwickeln, die vollständig auf Cannabiszutaten basiert, wodurch keine weiteren Chemikalien oder Lösungsmittel mehr benötigt werden. Verkauft wird die E-Zigarette von Mabsut Life in Mittel- und Osteuropa, einschließlich Deutschland, Tschechien und Österreich. MGC sagte, dass der Zweijahresvertrag zur Lieferung von weiteren Hanfextrakten oder anderen cannabishaltigen Produkten an Mabsut Lifeführen könnte. MGC Pharmaceuticals ist ein weltweit tätiges medizinisches Cannabisunternehmen mit langjähriger technischer, klinischer und kommerzieller Erfahrung in der Branche. Mabsut Life wurde als ein Konsortium von Unternehmen aus den Bereichen Hightech, Technologie, Finanzen und MMJ gegründet, um eine vollständige Zykluslösung als mehr…

Deutsche Umfrage: Zwei Drittel gegen Cannabislegalisierung

Deutsche Umfrage: Zwei Drittel gegen

Laut des Meinungsforschungsinstituts Forsa sprach sich die Mehrheit gegen die Forderung aus, dass Erwachsene in Zukunft legal Cannabis in Fachgeschäften zum Eigengebrauch kaufen können. Demnach unterstützt nur ein Drittel der deutschen Bevölkerung das Anliegen. Bisher ist in Deutschland der Erwerb und Besitz von Cannabis verboten. Seit Anfang des Jahres 2017 dürfen jedoch Ärzte schwer kranken Patienten Cannabis als Medizin verschreiben. Welche Auswirkungen die anstehenden Koalitionsverhandlungen haben werden, bleibt abzuwarten. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat zum Thema „Cannabislegalisierung“ 1.000 deutsche Bürger befragt. Dabei sprachen sich einige Gruppen noch häufiger als der Durchschnitt aller Umfrageteilnehmer gegen den legalen Erwerb und Besitz von Cannabis aus. 70 Prozent der Frauen, 72 Prozent der über 60-Jährigen mehr…

Apotheker geben Cannabis-Ausweise an Patienten aus

Apotheker geben Cannabis-Ausweise an Patienten

Bisher benötigen Patienten eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von medizinischem Cannabis. Seit März diesen Jahres können Patienten jedoch Cannabis zu Therapiezwecken auf einem Kassenrezept erhalten. Ein immer wieder auftretendes Problem ist, wie die Patienten gegenüber der Polizei belegen können, dass sie das Cannabis nicht zu Konsumzwecken anwenden. Vor dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung akzeptierte die Polizei die Vorlage der Ausnahmegenehmigung. Doch diese kann nun nicht mehr vorgelegt werden. Auch das Kassenrezept ist nicht vorweisbar, da dieses im Original in der Apotheke abgegeben wird. Laut der DAZ.online ist der Kölner Importeur Cannamedical von Patienten auf diese Problematik angesprochen worden. "Zusammen mit Apotheken wurde nun eine Lösung entwickelt", so David Henn, der Geschäftsführer mehr…

Gesundheitspolitik

FDP für kontrollierte Abgabe von Cannabis

FDP für kontrollierte Abgabe von

Die kontrollierte Abgabe von Cannabis ist Thema einer Kleinen Anfrage (19/181) der FDP-Fraktion, die heute im Bundestag stattfindet. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe 2015 einen Antrag des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg für ein Modellprojekt zur Abgabe von Cannabis abgelehnt. Seitdem habe es noch mehrere andere Anläufe für Modellprojekte dieser Art gegeben. 2017 habe der Bundestag Cannabis als Medizin zugelassen, als Genussmittel bleibe es jedoch verboten, was enorme Kosten für die Strafverfolgung verursache und die Konsumenten einem strafrechtlichen Risiko aussetze. Zudem lasse sich die Qualität des Cannabis auf dem Schwarzmarkt nicht kontrollieren. Eine kontrollierte Abgabe könnte diese Probleme lösen. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung wissen, welche Gründe das mehr…

Gerichte uneinig bei Kostenerstattung für Cannabis-Therapie

Gerichte uneinig bei Kostenerstattung für

In Wiesbaden wurde einem 57-jährigen Mann, der unter Fibromyalgie leidet, Medizinalhanf verordnet. Doch die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme mit dem Grund ab, dass schwerwiegende Symptome nicht dokumentiert seien. Außerdem sei aufgrund der Studienlage bei der Fibromyalgie-Diagnose von einer negativen Evidenz auszugehen. In einem anderen Fall erhielt ein 55-jähriger Mann ebenfalls ein Rezept für Medizinalhanf zur Behandlung seines Schmerzsyndroms. Auch hier lehnte die Krankenkasse die Kostenübernahme ab. Es liege keine schwerwiegende Erkrankung vor. Beide Patienten beantragten vor dem hessischen Landesozialgericht, die Krankenkassen im Wege der einstweiligen Anordnung die Kosten zu übernehmen. Den Krankenkassen wurde jedoch recht gegeben und diese erklärten, dass die Betroffenen keinen Anspruch auf die Versorgung mit Cannabis haben. mehr…

Standardisierung von medizinischem Cannabis. Regulierungen gefordert

Standardisierung von medizinischem Cannabis. Regulierungen

Auch mit den Regulierungen kennt sich Jacobson aus. Doch für Europa sieht die renommierte Forscherin Probleme voraus. Das Fehlen angemessener Standards für medizinische Cannabisprodukte stellt die Regulierungsbehörden in Europa vor große Herausforderungen. Wie sie gegenüber der "Ärzte Zeitung" erläutert, sei der europäische Regulierungsansatz zu medizinischem Cannabis "insgesamt lobenswert". Jacobson: "Politiker und Regulierungsbehörden akzeptieren medizinische Cannabisprodukte, sofern sie standardisiert sind, eine klar beschriebene Formulierung haben und strengen Qualitätsstandards entsprechen." Wünschenswert sei aus ihrer Sicht jedoch eine EU-weite Rahmen Regulierung, wie sie unter Aufsicht der europäischen Arznei Zulassungsbehörde EMA durchaus denkbar wäre. Ein Blick auf Nordamerika offenbare Defizite im Cannabis-Handling, ergänzt sie. So seien 2015 in einer Studie 75 Produkte von Händlern mehr…

Halbjahresbilanz: Apotheken gaben mehr als 10.000 Einheiten Cannabisblüten ab

Halbjahresbilanz: Apotheken gaben mehr als

Die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) hat ihre neuesten Zahlen über Cannabis als Medizin in Deutschland veröffentlicht. Und die Halbjahresbilanz von Januar bis Ende Juni 2017 zeigt, dass die Nachfrage seit der weitgehenden Freigabe von Medizinal Cannabis im März rapide angestiegen ist. So wurden im März noch 488 Rezepte ausgestellt und von Apotheken beliefert, im April 884, im Mai 1.518 und im Juni schließlich 2.213. Das sind beachtliche Sprünge und fast durchgehend Verdopplungen von Monat zu Monat. Insgesamt erfüllten deutsche Apotheke in den ersten sechs Monaten diesen Jahres etwa 5.100 Rezepte zulasten der gesetzlichen Krankenkassen und gaben auf ärztliche Verordnung rund 10.600 Cannabisblüten oder Cannabishaltige Zubereitungen an Patienten ab. Nach Monaten mehr…

Ausland

Gras in Graz: Erster Coffeeshop eröffnet

Gras in Graz: Erster Coffeeshop

"Wir verkaufen gepresste Pollen, Blüten, Öl und einiges mehr", so Bastian Knabl. Knabl und seine Kolleg/innen Stefan Ehrenreich, Julia Staud und Lukas Hiegelsberger bringen damit ein bisschen Amsterdam in die Landeshauptstadt Graz. Dort eröffneten sie am 1. Dezember 2017 ihre "Die Graslerei", einen Coffeeshop. "Die Graslerei" bietet seit dem Anfang Dezember in der Leonhardstraße 42 nicht nur Tee, Kaffee und Kuchen, sondern verkauft auch Cannabis. „Unsere Blüten und unser Hasch sind zu 100 Prozent legal, da sie einen garantierten THC-Wert von unter 0,2 Prozent haben.“, erklärt Stefan Ehrenreich, Mitgründer des Coffeeshops. Somit ist auch der Verkauf des EU-zertifizierten Cannabis in Österreich erlaubt. Der im CBD-Cannabis enthaltene Wirkstoff Cannabidiol fällt nicht mehr…

Irland: Gesundheitsminister genehmigt Cannabismedizin für Siebenjährige

Irland: Gesundheitsminister genehmigt Cannabismedizin für

Gesundheitsminister Harris gab kürzlich im Parlament in Irland bekannt, dass er eine weitere Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von pharmazeutischem Cannabis für medizinische Zwecke unterzeichnet; nämlich die, für die kleine Ava. Bei Ava wurde das Dravet-Syndrom, eine schwere Form der Epilepsie, bereits als Baby diagnostiziert. Ihre Anfälle können von zwei Minuten bis zu einigen Stunden andauern und variieren in der Intensität. Aufgrund der strengen Regulierungen musste Ava gemeinsam mit ihrer Mutter in die Niederlande ziehen um dort einen Behandlung mit CBD-Öl zu beginnen. Irland hat Nachholbedarf in Sachen Cannabis als Medizin In einer Videobotschaft auf Facebook teilt Avas Mutter, Vera Twomey, mit: "Ava hat die Genehmigung für die medizinische Nutzung von mehr…

Malta: Gesetzesentwurf soll medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden neu regeln

Malta: Gesetzesentwurf soll medizinische Anwendung

Gesundheitsminister Chris Fearne sagte, dass die Regierung von Malta während der letzten Sitzung der Legislative in 2017 ein Gesetz einführen wird, das die Verwendung von Cannabisprodukten für medizinische Zwecke erlaubt. Dies ist als Ergänzung zum Drogengesetz von 2015 zu sehen. "In den letzten zwei Jahren stellten wir fest, dass das Gesetz von 2015 trotz der Forderungen von Patienten und Ärzten in der Praxis zu viel Bürokratie beinhaltet und viele keinen Zugang zu den benötigten Medikamenten haben", sagte Fearne. Bisher erlaubt das Gesetz die Verordnung von cannabinoiden Medikamenten lediglich durch medizinische Fachärzte. Das neue Gesetz soll nun jedem Hausarzt erlauben, pharmazeutisches Cannabis zu verschreiben. In der maltesischen Ärzteschaft stößt die neue mehr…

USA: Kentuckys Staatssekretärin setzt sich für die Legalisierung von Cannabis als Medizin ein

USA: Kentuckys Staatssekretärin setzt sich

"Zu viele Menschen in Kentucky leiden unter körperlichen und geistigen Krankheiten. Die meisten haben jahrelang mit den Auswirkungen dieser Krankheiten gelebt. Wir müssen mehr tun, um ihren Schmerz und ihr Leiden zu lindern, und es gibt signifikante Beweise dafür, dass Cannabis für diese Menschen vorteilhaft ist, besonders für Veteranen, die an posttraumatischem Stress leiden. 2018 ist und muss das Jahr sein, in dem Kentucky endlich auf Cannabis als Medizin setzt. Wir müssen dies tun, um den Menschen zu helfen, die Schmerzen haben", sagte Grimes, einst demokratische Kandidatin für den Senat. Nächste Woche wird sich in Frankfort, der Hauptstadt des Bundesstaats, eine bunt gemischte Gruppe von Vertretern aus Kentuckys Gesundheitswesen, Strafverfolgungsbehörden, mehr…

Neuste Studien

Neue Studien zu langfristigem Cannabiskonsum

Neue Studien zu langfristigem Cannabiskonsum

Die erste Studie stammt von Forschern der Brigham Young University und wurde in der Zeitschrift „JNeurosci“ veröffentlicht. Im Ergebnis heißt es, dass der langfristige Cannabiskonsum die Zellenaktivität der Gamma-Aminobuttersäure – kurz GABA – im ventralen Segmentalbereich (VTA) abschwächen kann, was jedoch den Forschern zufolge notwendig für das Belohnungsverhalten von Dopaminzellen sei. Im Rahmen der Studie wurden heranwachsenden Mäusen Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) injiziert. Die Forscher fanden heraus, dass das THC zelluläre Veränderungen im VTA auslöste, sodass die Tiere eine Abhängigkeit entwickelten. Nachdem den Mäusen eine Woche täglich THC gespritzt wurde, kam es zu Beeinträchtigungen der GABA-Neuronenzellen. Fortan war es schwierig, das gleich hohe Niveau zu erreichen, ohne größere THC-Mengen zu verwenden. Hingegen zeigten Mäuse, die lediglich eine mehr…

Neue Studie: Aktueller Forschungsstand zu Risiken und Potenzialen von Cannabis

Neue Studie: Aktueller Forschungsstand zu

Die Autoren der Studie „Cannabis: Potenzial und Risiken – eine wissenschaftliche Analyse“ der Universität München (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie) und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim werteten mehr als 27 Millionen Einzelveröffentlichungen sowie über 2100 wissenschaftliche Publikationen aus. Gefördert wurde das Forschungsprojekt vom Bundesgesundheitsministerium. Ziel war es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Risiken des Cannabiskonsums sowie der Potenziale von Cannabis als Medizin zu analysieren und darzustellen und in einem konsolidierten Forschungsstand darzustellen. Die Ärzte-Zeitung fasst die Ergebnisse der Studie wie folgt zusammen: Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen waren Cannabis-Präparate den Placebos um mindestens 30 Prozent überlegen. Dabei ist das am besten untersuchte Cannabis-Präparat Nabiximols. mehr…

Oberste Drogenbehörde der USA genehmigt Cannabisstudie mit Veteranen

Oberste Drogenbehörde der USA genehmigt

Die placebokontrollierte, dreifach-blinde, randomisierte Crossover-Pilotstudie zur Sicherheit und Wirksamkeit von vier verschiedenen Potenzen von gerauchtem Marihuana bei 76 Veteranen mit chronischer, behandlungsresistenter posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) soll laut Studienleiterin Dr. Sue Sisley zur Entwicklung von Cannabis zu einem verschreibungspflichtigen Medikament durch die FDA führen. Dies könnte Hoffnung für die vielen Kriegsveteranen sein, die an den Folgen ihrer Einsätze leiden. Seit September 2014 gibt es etwa 2,7 Millionen amerikanische Veteranen der Irak- und Afghanistankriege. Laut einer Studie leiden mindestens 20 % an PTSD und/oder Depression. Neuere Studien zeigen, dass die Selbstmordrate viel höher ist als bisher angenommen. Etwa 22 Menschen nehmen sich pro Tag das Leben. Durchgeführt wird die sog. MAPS Studie (Marijuana for Symptoms of mehr…

Neue Forschungsergebnisse zu Endocannabinoiden gegen Schmerzen, Entzündungen und Angst

Neue Forschungsergebnisse zu Endocannabinoiden gegen

Bei den körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoide) handelt es sich um fettsäureähnliche Substanzen, die vom Körper selbst hergestellt werden und Cannabinoidrezeptoren aktivieren. Zudem können Endocannabinoide unter anderem schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Einen ähnlichen Effekt zeigen die Cannabinoide aus der Cannabispflanze wie Tetrahydrocannabinol (THC). Hingegen werden körpereigene Endocannabinoide nur in den Zellen produziert, wenn der Körper sie benötigt. Eine Überdosierung ist hier also ausgeschlossen. In der Forschung gilt das Endocannabinoidsystem zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten als vielversprechend, wie zum Beispiel bei Erkrankungen des Nervensystems. Das Forschungsteam um Jürg Gertsch vom Institut für Biochemie und Molekulare Medizin der Universität Bern untersucht seit vielen Jahren im Rahmen SNF-finanzierten Forschungsschwerpunktes „Transcure“ die Möglichkeit, körpereigene Cannabinoide im Gehirn mehr…