Alternative zum Jobcenter: Die Cannabis-Arbeitsagentur

Autor: Claudia Wiegand

Veröffentlicht am: 26. Juli 2017

Geändert am: 20. Oktober 2017

Zwei Heidelberger gründen eine Cannabis-Arbeitsagentur aufgrund des wirtschaftlichen Booms im Bereich von medizinischem Cannabis. Dabei handele es sich um ein Jobportal in der Cannabis-Branche, um Arbeitern die Suche nach ihrem Wunsch-Arbeitsfeld zu erleichtern. Auch Arbeitgeber sollen von diesem Portal profitieren. Das deutsche Marktwachstum und das Umdenken bezüglich Cannabis in der Medizin liefern der Idee gute Erfolgsaussichten. 

Cannabis stärkt die Wirtschaft

Noch vor einigen Jahren undenkbar, entwickelt sich die Cannabis-Industrie international immer mehr zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Auch in Deutschland wird ein regelrechter Boom vorausgesagt, spätestens seit der weitgehenden Legalisierung von Medizinalhanf im März. Zwei Heidelberger haben sich dies nun zunutze gemacht und eine eigene „Cannabis-Arbeitsagentur“ (https://cannabisarbeitsagentur.de/) gegründet.

Jobs in der Cannabis-Industrie

Dabei handelt es sich um ein branchenspezifisches Jobportal im Internet, auf dem gezielt Tätigkeiten in der Cannabis-Industrie gepostet und gesucht werden können – selbstverständlich alles legal.

Die Idee dazu kam den Gründern Jan Valentin Slowik und Lothar Dominik Ehmer, als sie selbst auf Jobsuche waren und Schwierigkeiten hatten, Stellenangebote in ihrem Wunsch-Arbeitsfeld zu finden.

Bewerber können ihre Jobsuche nach Städten und Arbeitsbereichen sowie der Art des Beschäftigungsverhältnisses filtern. Für Arbeitgeber wiederum ist das Erstellen einer Stellenanzeige sogar kostenlos. Sie müssen sich nur registrieren und ein Profil erstellen.

So soll ein branchenspezifisches Netzwerk entstehen, von dem letztlich beide Seiten profitieren, da Fachkenntnisse und ein grundsätzliches Interesse am Arbeitsfeld bei Bewerbern hier schon fast vorausgesetzt werden können. Die Gründer selbst zeigten sich optimistisch: „Wir sehen großes Potenzial für diese Industrie. Vor allem durch die medizinische Produktion in Deutschland wird sich nochmal einiges verändern.“

Grosse Firmen und herstellende Pharmaunternehmen gehören bereits zu den Inserenten. Die Idee scheint also aufzugehen.

Quelle: Hanfjournal