Cannabis auf Rezept: Die meisten Apotheker finden es gut

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Veröffentlicht am: 29. Juli 2017

Geändert am: 17. Oktober 2017

Eine Apokix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) bezieht Apotheker in die Legalisierung von Medizinalhanf in Deutschland ein. Eine knappe Mehrheit der 200 Befragten Apotheker sprach sich für die Neuregelung im März 2017 aus. 82% befürworten die Verwendung von medizinischem Cannabis bei Schwerkranken. Dennoch gaben nahezu alle an, dass der sachgerechte Check der Cannabisblüten kompliziert sei.

Knappe Mehrheit stimmt für die Neuregelung

Laut einer Apokix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) befürworten 51,1 Prozent der deutschen Apotheker die im März eingeführte gesetzliche Neuregelung, nach der Ärzte Cannabis ohne Sondergenehmigung verschreiben dürfen. Das ist eine knappe Mehrheit der insgesamt 200 befragten Apotheker. Rund 82 Prozent von ihnen finden es besonders gut, dass Schwerkranke so neue Behandlungsmöglichkeiten nutzen können. Drei von zehn der befragten Apotheker haben bereits selbst eine steigende Nachfrage festgestellt. 98 Prozent allerdings gaben an, dass der Umgang und sachgerechte Check von Cannabisblüten kompliziert sei. Dennoch lehnen nur ein Fünftel der Befragten die Neuregelung ab, während 30% der Apotheker unentschlossen bleiben, wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet. Hintergrund: Seit März 2017 können Ärzte Arzneimittel auf Basis von Cannabis verschreiben, wenn andere Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft oder aus ärztlicher Sicht nicht sinnvoll sind. Die Kosten sollen dann für Kassenpatienten von deren Kassen erstattet werden.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung