Hanfverband startet Führerscheininitiative: Klarer Kopf für klare Regeln

Autor: Linn Baumgardt

Veröffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 20. Oktober 2017

Der Deutsche Hanfverband startet die SocialMedia-Kampagne: “Klare Regeln für klare Köpfe”. Der Grund für die Kampagne ist, dass Patienten, die medizinisches Cannabis konsumieren mit Freizeitkonsumenten gleichen Regelungen im Straßenverkehr unterliegen. Die lange Nachweisbarkeit und damit einhergehenden Fahrverbote sieht der Deutsche Hanfverband kritisch und plant daher Postings und andere Aktivitäten, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Cannabis-Patienten und Freizeitkonsumenten im Führerscheinrecht gleichgestellt

Beim Autofahren sollten Fahrer weder betrunken noch berauscht sein, um andere – und letztlich auch sich selbst – im Straßenverkehr nicht zu gefährden. Allerdings sind die jetzigen Regelungen im Führerscheinrecht dem DHV (Deutschen Hanfverband) schon seit längerer Zeit ein „Dorn im Auge“. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass Überreste des Cannabinoids THC noch Tage nach der Einnahme im Blut messbar bleiben. Auch der Besitz von kleinsten Mengen Cannabis kann zum Führerscheinentzug führen. Hierbei unterscheiden weder Gesetzgeber noch Polizei zwischen medizinisch notwendiger Einnahmer oder Besitz bezwiehungsweise Freizeitkonsum. Diese „Ungerechtigkeit“ wird nun vom Deutschen Hanfverband in einer intensiven Social-Media-Kampagne thematisiert. Gefordert werden: „Klare Regeln für klare Köpfe“. In den nächsten Monaten wird es dazu viele Aktivitäten und Postings vom Deutschen Hanfverband geben.

Quelle: Deutscher Hanfverband