Hochschule Merseburg plant Cannabis-Institut  

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Veröffentlicht am: 24. Juli 2017

Geändert am: 24. September 2017

Merseburg und Anhalt planen an den Hochschulen ein eigenes Institut für die interdisziplinäre Forschung an Medizinalhanf zu errichten. Erforscht werden soll die heilende Wirkung von Medizinalhanf. Weiterhin soll das Forschungsinstitut als Beratungsstelle für Wirtschaft und Politik fungieren. Das Wissenschaftsministerium der zuständigen Landesregierung in Sachsen-Anhalt äußert sich offen zu diesem Vorhaben.

Entscheidung von Wirtschaftsministerium bleibt offen

Wissenschaftler der Hochschulen Merseburg und Anhalt planen, an ihrer Hochschule ein eigenes Institut für die interdisziplinäre Forschung an Medizinalhanf einzurichten. Nun hat sich das Wissenschaftsministerium der zuständigen Landesregierung in Sachsen-Anhalt dazu ergebnisoffen geäußert: „Wenn uns die Hochschulen dazu ein schlüssiges Konzept vorlegen, werden wir das natürlich prüfen“, sagte Pressesprecher Gerhard Gunkel auf Anfrage der Mitteldeutschen Zeitung.

Unschlüssigkeiten des Projekts

Ganz so konkret ist das Vorhaben jedoch noch nicht. Einig sind sich die Wissenschaftler darüber, dass das Thema Medizinalhanf interdisziplinär angegangen werden soll. Sie sehen das geplante Cannabis-Institut auch als Beratungsstelle für Politik und Wirtschaft. Außerdem soll die heilende Wirkung des seit März verschreibungsfreien Medizinalhanf weiter erforscht werden.

Wirtschaftliche Vorteile für Sachsen-Anhalt

Die beteiligten Professoren betonen, dass es sich hierbei auch um eine wirtschaftliche Chance für Sachsen-Anhalt handelt. Auf ihrer Seite wissen sie nun ebenfalls Jörg Kirbs, den Rektor der Hochschule Merseburg, der der MZ sagte: „Ich kann mir alles vorstellen, was der Gesellschaft nützt.“ Er verwies auf bereits stattfindende Schulungen der Polizei, die angehende Polizisten in einem Drogenlabor der Hochschule ausbildet.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung