Kärntens erster Coffeeshop mit Cannabis-Verkauf

Autor: Claudia Wiegand

Veröffentlicht am: 18. August 2017

Geändert am: 24. September 2017

In Österreich freut man sich auf eine Kaffeeerfahrung der etwas anderen Art. Das CBD-Cafehaus in Kärnten dürfte für Furore sorgen.

Bisher kennt man Coffeeshops nur im Kontext der Latte-Generation oder der Niederlande, wo nicht nur Flüssiges über die Ladentheke geht. Dass ausgerechnet das beschaulich bergige Kärnten sich nun auf die Landkarte der ganz besonderen Coffeeshops setzen darf, verdankt es dem Völkermarkter Unternehmer Haris Felic.

Zweiter Coffeeshop Österreichs eröffnet

Mitten im österreichischen Örtchen Wolfsberg eröffnete der Kärntner Ende Juli den erst zweiten Coffeeshop Österreichs, nach einem Pop-Up-Store in Wien. Auch ein Webshop ist in Planung.

Ein ehemaliger Schnellimbiss wurde von dem 21-jährigen Felic und einem Partner in das “CBD Cartell” umgestaltet.Hier dürfen neben Kaffee auch Cannabisblüten ganz legal verkauft werden, sofern sie einen bestimmten Grenzwert (THC-Gehalt unter 0,3 %) nicht überschreiten und eher Cannabidiol (CBD) als das für den Rausch verantwortliche THC enthalten.

Nutzung einer Marktlücke

Felic versichert in einem Interview mit der “Kleinen Zeitung”, wirklich nur getrocknete, legale und von ihm selbst unter Bio-Kriterien selbst angebaute Cannabisblüten zu verkaufen, denn mit Esoterik, Drogentourismus und Schmuddelecken habe er nichts am Hut: “Ich sehe einfach nur eine Marktlücke”. Eingerichtet ist der Coffeeshop denn auch entsprechend freundlich, naturverbunden und nüchtern, mit viel Holz und anderen Naturmaterialien.

Nächstes Jahr ist bereits ein Ausbau geplant, denn das Geschäft mit CBD boomt. In Österreich dürfen Cannabis-Blüten ganz legal angebaut und verkauft werden, wenn die Sorte aus dem EU-zertifizierten Saatgutkatalog stammt, einen THC-Wert unter 0,3 Prozent aufweist und sie nicht als Suchtmittel missbraucht werden.

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Quelle: Kleine Zeitung