Tilray erhält Lizenz zur Herstellung von medizinischem Cannabis in der EU

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Veröffentlicht am: 7. September 2017

Geändert am: 18. November 2017

Tilray, weltweit führend in der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Cannabis, investiert 20 Millionen Euro in einen EU-Campus in Portugal, um den wachsenden Bedarf nach medizinischem Cannabis in Europa und vor allem Deutschland zu decken. Zuvor hatte Tilray von der portugiesischen Regierung nationale Lizenzen zum Import und Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken erhalten.

Tilray baut eine 20 Millionen Euro teure Anlage für EU-Cannabis Produktion in Portugal

Tilray Anlage ist der Höhepunkt einer zweijährigen Suche nach einem Standort, von dem aus die Nachfrage nach Cannabis in Europa bedient werden kann.

„Wir sehen massive Nachfrage vor allem aus Deutschland, deshalb mussten wir eine große Anlage bauen, um diese Nachfrage zu erfüllen, und wir mussten das sehr schnell tun“, sagt Brendan Kennedy, CEO von Tilray. „Portugal besitzt ein ideales Klima für den Anbau von Cannabis, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräfte und eine große wissenschaftliche Community.“

Zum Aufbau des EU-Campus investiert Tilray rund 20 Millionen Euro in mehrere Anlagen in Cantanhede, Portugal. Der EU-Campus soll Innen- und Außenanlagen und Gewächshäuser beheimaten. Außerdem sollen Anlagen zur Verarbeitung, Verpackung und Verteilung medizinischer Cannabisprodukte entstehen. Darüber hinaus soll der Campus die wissenschaftliche Forschung und Produktentwicklung von Tilray bündeln und in ganz Europa unterstützen.

Die Bauarbeiten für ein Gewächshaus und eine Produktionsstätte sollen noch im September 2017 beginnen. In der ersten Phase des Projekts sollen bis zum Frühjahr 2018 ein Labor mit Gendatenbank, mehrere Anbauflächen, ein 10.000m²-großes Gewächshaus und eine 1.500m²-große Produktionsstätte gebaut werden. Bis Ende 2020 sollen weitere 20.000 m² an Gewächshausfläche sowie zusätzliche 1.500 m² an Produktionsfläche entstehen. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt so bis zu 100 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Versorgungslücke soll langfristig geschlossen werden

Um der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, streng geprüften medizinischen Cannabis-Produkten zu begegnen, weitet Tilray seinen internationalen Vertrieb erheblich aus. Bis Ende 2017 will Tilray seine Produkte in fünf weitere Länder exportieren. Das Unternehmen rechnet zudem mit weiteren nationalen Einfuhrgenehmigungen und wissenschaftlichen Kooperationen in Portugal, Deutschland und anderen Ländern weltweit.

Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes.

Quelle
http://www.tilray.de

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