Himmel hilf: Vatikan fordert Einsatz von Cannabismedizin besser prüfen

Autor: Linn Baumgardt

Veröffentlicht am: 18. Juli 2017

Geändert am: 24. September 2017

Die katholische Kirche äußert sich kritisch zur Ausstellung von Cannabis-Rezepten. Kurienkardinal Peter Kodwo Appiah Turkson spricht für eine hinreichende Prüfung von Chancen und Risiken bei der Behandlung von Cannabis als Medizin. Es sollten Daten für den therapeutischen Nutzen zugrunde liegen sowie Trends und gesetzliche Regelungen des Cannabis-Konsums besser verstanden werden.

Prüfung der Chancen und Risiken von Cannabis in der Medizin gefordert

Der aus Ghana stammende Kurienkardinal Peter Kodwo Appiah Turkson sprach sich am „Welttag gegen Drogenmissbrauch“ laut katholisch.de für eine weitreichendere Prüfung der Chancen und Risiken von Cannabis als Heilmittel aus. Dabei wurde der therapeutische Einsatz in der Debatte in den Vordergrund gestellt, während das ethische Urteil vernachlässigt wurde. Dieses wäre laut katholisch.de wie bei jeder anderen Droge negativ gewesen.

Mehr Informationen bei der Cannabis-Verordnung nötig

Die Kirche fordert bei dem medizinischen Gebrauch mehr Wissen über Cannabis-Medikamente, bevor sie ausgestellt werden. Zum einen sollten stets belastbare Daten über einen möglichen therapeutischen Nutzen zugrunde liegen. Zum anderen müsse man die Trends im Cannabis-Gebrauch und die Konsequenzen der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen besser verstehen. Diese hätten wiederum einen Einfluss auf den illegalen Drogenmarkt und die Entwicklung von suchtfördernden Mitteln. Leafly.de beobachtet die Einstellung der katholischen Kirche weiter und wird über die neusten Entwicklungen informieren.

Quelle: katholisch.de