Oberste Drogenbehörde der USA genehmigt Cannabisstudie mit Veteranen

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Verõffentlicht am: 3. Dezember 2017

Geändert am: 18. Dezember 2017

Die FDA, U.S. Food and Drug Administration ist die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten und somit dem amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellt. Nun hat die, bisher gegenüber Cannabis konservativ eingestellte, Behörde erstmals eine Pilotstudie genehmigt, die die Auswirkungen des Cannabiskonsums bei Posttraummatischem Stresssyndrom bei Kriegsveteranen untersuchen soll.

Oberste Drogenbehörde der USA genehmigt Cannabisstudie mit Veteranen

Die placebokontrollierte, dreifach-blinde, randomisierte Crossover-Pilotstudie zur Sicherheit und Wirksamkeit von vier verschiedenen Potenzen von gerauchtem Marihuana bei 76 Veteranen mit chronischer, behandlungsresistenter posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) soll laut Studienleiterin Dr. Sue Sisley zur Entwicklung von Cannabis zu einem verschreibungspflichtigen Medikament durch die FDA führen.

Dies könnte Hoffnung für die vielen Kriegsveteranen sein, die an den Folgen ihrer Einsätze leiden. Seit September 2014 gibt es etwa 2,7 Millionen amerikanische Veteranen der Irak- und Afghanistankriege. Laut einer Studie leiden mindestens 20 % an PTSD und/oder Depression. Neuere Studien zeigen, dass die Selbstmordrate viel höher ist als bisher angenommen. Etwa 22 Menschen nehmen sich pro Tag das Leben.

Durchgeführt wird die sog. MAPS Studie (Marijuana for Symptoms of PTSD in U.S. Veterans) in Scottsdale, Arizona. Seit dem 15. März 2017 erhalten dort die 76 Teilnehmer Cannabis vom Nationalen Institut für Drogenmissbrauch (NIDA).

Die Studie wird untersuchen, ob gerauchtes Marihuana bei 76 US-Veteranen mit chronischer, behandlungsresistenter posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) zur Linderung von PTBS-Symptomen beitragen kann.

Die Teilnehmer müssen US-Veteranen, Männer oder Frauen, im Alter von 18 Jahren oder älter mit der Diagnose einer PTBS sein, bei denen sich durch die Einnahme von Medikamenten oder den Einsatz von Psychotherapie sich keine Verbesserung der Symptome zeigte.

Studienleiterin Dr. Sue Sisley hatte bereits 2009 mit den Vorbereitungen der Studie begonnen. Doch erst im März 2017 kam es zur Zusage. Nun sind alle Gelder und Genehmigungen vorhanden, um diese so wichtige Studie durchführen zu können. Die Ergebnisse dieser Studie könnte die Gesundheitspolitik der USA in Bezug auf Cannabis als Medizin maßgeblich beeinflussen. Die DEA (die Drug Enforcement Administration), Drogenaufsichtsbehörde hatte bereits 2016 der Studie zugestimmt.

Quellen:

https://s3-us-west-1.amazonaws.com/mapscontent/research-archive/MJP1-A6V1-FINAL-16MAR2017-Web.pdf

https://www.maps.org/research/mmj/marijuana-us

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