Patienten, Angehörige und Betroffene

Willkommen im Patientenportal von Leafly.de. Sie erhalten hier Antworten zu Fragen rund um den Umgang mit Cannabis als Medizin und cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln. Wir möchten Sie als Patienten über Ihre Rechte aufklären und Sie darüber informieren, was sich für Sie mit dem sogenannten „Cannabis-Gesetz“ vom 10. März 2017 ändert.  Wir bieten nützliche Informationen zur Therapie mit Cannabis, die Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprechen können.

Hilfreiche Artikel

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Verschreibungspflichtige Cannabismedikamente, die in Deutschland erhältlich sind         Cannabisblüten verschiedener Importeure         Canemes-Tabletten (Wirkstoff: Nabilon)         Sativex Mundspray (Wirkstoff: Naxibimol)         Dronabinol (THC-Öl)         Cannabis-Vollspektrum-Extrakte Tilray THC25 und THC10:CBD10 Cannabissorten, Cannabisblüten Wir möchten zunächst auf die medizinischen Cannabissorten eingehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Cannabisagentur eingerichtet, die den staatlich kontrollierten Cannabisanbau in Deutschland überwachsen soll. Jedoch ist vor den Jahren 2019/2020 nicht damit zu rechnen, dass Cannabisblüten auf den Markt kommen, weshalb diese von verschiedenen Unternehmen nach Deutschland importiert werden müssen. Abgegeben werden die Cannabisblüten in den Apotheken in Dosen von 5 oder 10 Gramm. Folgende Cannabissorten sind erhältlich: Cannabissorte THC-Gehalt mehr…

Cannabis im Studium: Sollten Studenten mehr über Medizinalhanf lernen?

Cannabis im Studium: Sollten Studenten mehr über Medizinalhanf lernen?

Seit März 2017 kann Cannabis als Medizin von Ärztinnen und Ärzten verschrieben werden. Viele Schwerkranke haben lange darauf gewartet und wünschen sich eine Cannabisbehandlung. Allerdings kennen sich die meisten Mediziner beim Thema Cannabis nicht aus. Woher auch? Vor März 2017 könnten Betroffene Medizinalhanf nur mit einer Ausnahmeregelung erhalten. Daher spielte Cannabis bisher im Medizinstudium sowie bei ärztlichen Weiter- und Fortbildungen praktisch keine Rolle. Das Gleiche gilt auch für andere medizinische Berufe: Apotheker, PTAs, MTAs sowie Krankenschwestern und Pfleger lernen bisher in ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium kaum etwas über Cannabis als Medizin. Amerikanische Studie zum Thema Cannabis im Medizinstudium Eine mehr…

Leafly.de Patientenakte: Sonja K., 67, Schmerzpatientin

Leafly.de Patientenakte: Sonja K., 67, Schmerzpatientin

Die Sklerodermie ist nicht heilbar und Sonja berichtete mir, dass die Erkrankung bei ihr immer schneller voranschreitet. Auch die inneren Organe seien mittlerweile betroffen. So habe sie eine arterielle Hypertonie gegen die sie Betablocker einnehme und eine Refluxösophagitis entwickelt, die mit Nexium behandelt wird. Auch die Skelettmuskulatur sei entzündet und müsse deshalb häufig Kortison gespritzt bekommen. Starke Schmerzmittel helfen Sonja nicht Ich fragte Sonja, wie es ihr aktuell gehe. Sie sah mich mit traurigen Augen an und erzählte mir, dass sie unerträgliche Schmerzen habe. Jeden Tag. Besonders schlimm seien die Phantomschmerzen und auch starke Schmerzmittel wie Tilidin oder Tramal würden mehr…

Miris Herzensgeschichten: wie mich die Björn Schulz Stiftung in Berlin verzauberte

Miris Herzensgeschichten: wie mich die Björn Schulz Stiftung in Berlin verzauberte

Fast ganz am Ende einer verwunschenen Straße in Pankow stand das freundliche, schöne, bunte Haus einladend vor mir. Alt und Neu, Yin und Yang, Vergangenheit und Zukunft, Lachen und Weinen, Laut und Leise, Tod und Leben. All das verkörperte dieser ganz besondere Ort der Björn Schulz Stiftung. http://www.bjoern-schulz-stiftung.de/kurzfilm.html Ein Teich als Ort der Erinnerung Als ich ankam, wurde ich sofort herzlich aufgenommen und jemand schnappte mich vom Fleck weg, um mir eine Führung zu geben. Mit größter Bewunderung erkundete ich zu erst den Garten des Hofes. Es dauerte nicht lange, bis ich in das Wasser des Erinnerungsteiches schaute, während mir mehr…

Cannabis als Medizin bei überaktiver Blase (OAB) oder Reizblase

Cannabis als Medizin bei überaktiver Blase (OAB) oder Reizblase

Die überaktive Blase (Overactive Bladder – OAB) wird allgemein hin auch als Reizblase bezeichnet. Mediziner sprechen hingegen von einem Urethralsyndrom. Hierbei handelt es sich um eine Störung der Blasenfunktion. Die Blase dient als Sammelbecken für den vom Harnleiter und den Nieren gefilterten Urin. An Urin kann die Blase aufgrund ihrer Dehnbarkeit bis zu 500 Milliliter fassen. Bei ungefähr 300 Milliliter sendet die Blase dem Gehirn das Signal, dass bald eine Blasenentleerung notwendig ist. Beim Wasserlassen zieht sich Wand der Blase, die sehr muskulös ist, zusammen. Patienten mit einer überaktiven Blase verspüren einen ständigen Harndrang bzw. wesentlich häufiger als nötig ist. mehr…

Cannabis ist nach wie vor Droge Nummer Eins in Deutschland: Grüne fordern neue Drogenpolitik

Cannabis ist nach wie vor Droge Nummer Eins in Deutschland: Grüne fordern neue Drogenpolitik

Cannabis ist unverändert die am häufigsten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen wie Erwachsenen in Deutschland. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben 7,3 Prozent an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 64-Jährigen waren es 6,1 Prozent. Über die letzten 25 Jahre hinweg zeigt der Cannabiskonsum in der Bevölkerung einen insgesamt zunehmenden Trend. Der Jahresbericht der Bundesregierung zur Drogensituation in Deutschland – früher bekannt unter dem Namen „REITOX-Bericht“ – ist das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen. Er wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht verfasst. Dr. Kirsten Kappert-Gonther von mehr…

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Interdisziplinäres Forschen zu Cannabis in Merseburg – Vorbild Kalifornien Dr. Gundula Barsch, Professorin an der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut ins Leben rufen – das erste seiner Art in Deutschland. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich Ende November Experten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen zu einem Kick-off-Meeting zusammengefunden. Vorbild des geplanten Cannabisinstituts ist das HiiMR, Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research, in Arcata (Kalifornien). Professorin Dr. Barsch, die Expertin auf dem dem Gebiet der Drogenforschung ist, verbrachte hier ein Forschungssemester. Aber auch Neugründungen wie das mehr…

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Die WHO entschied, dass internationale Verbote gegen reines Cannabidiol nicht gerechtfertigt sind, da sie keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Sachverständigenausschuss kam im November 2017 zusammen, um mehrere psychoaktive Substanzen zu bewerten. Ein vollständiger Überblick über Cannabidiol, von dem man annimmt, dass es medizinisch genutzt wird, wurde auf Mai 2018 verschoben. Dann werden auch CBD-Extrakte unter die Lupe genommen. Leafly.de berichtete. Aufgrund des zunehmenden weltweiten Interesses, Cannabis und seine Wirkstoffe (Cannabinoide) als Medizinprodukte zu verwenden, hat die WHO damit begonnen, wissenschaftliche Beweise zu sammeln, um zu entscheiden, ob diese Substanzen unter internationale Kontrolle gestellt werden sollen. Der Novemberausschussbericht mehr…

Fragen und Antworten

Q:

Wo erhalte ich Informationen zu den Erkrankungen, bei denen Cannabisarzneimittel angewendet werden können?

A:

Einige dieser Informationen erhalten Sie in unserem Patientportal und unter der Rubrik Cannabiswissen. Offiziell sind keine Indikationen festgelegt. Die Verschreibungshoheit hat nach wie vor die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Seite des BfArM und auf Cannabis-med.org

Q:

Gibt es bereits Dosierungsinformationen zu Cannabisarzneimitteln?

A:

Mit Stand vom 15.05. gelten folgende Vorschriften: Verschreibungshöchstmenge 100 g in 30 Tagen, unabhängig vom Gehalt einzelner Cannabinoide in der jeweiligen Cannabissorte. Verordnete Menge an THC 100 - 22.000 mg (THC Gehalt 1-22%). Einige Dosierungsempfehlungen finden Sie auf der Webseite Cannabis-Med.org.

Q:

Darf ich als Cannabispatient/in Auto fahren, also aktiv am Straßenverkehr teilnehmen?

A:

Wenn Sie als Cannabis-Patient/in mit einer Fahrerlaubnis der Führerscheingruppe 1 stabil eingestellt sind und Ihre körperlichen Fähigkeiten es zulassen, dürfen Sie fahren. Zu Beginn einer Cannabistherapie ist von der Teilnahme am Straßenverkehr abzuraten bis die richtige Dosierung gefunden ist. Für die Führerscheingruppe 2 muss eine Begutachtung beantragt werden.

Q:

Darf ich meine cannabisbasierten Medikamente mit ins Ausland nehmen?

A:

Es empfiehlt sich vor Reisebuchung bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat des jeweiligen Reiselandes zu erkundigen, ob das Einführen von Cannabisblüten oder -extrakten möglich ist. Weitere Informationen gibt es bei der Bundesopiumstelle, dem BfArM oder dem Auswärtige Amt. Schauen Sie außerdem im Bereich Cannabiswissen nach. Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema

Q:

Werden die Kosten für einen Vaporizer von der Krankenkasse übernommen?

A:

Derzeit sind die gängigen Vaporisatoren nicht im Heilmittelkatalog aufgenommen. Das heißt, dass eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu beantragen ist.

Q:

Wie werden Cannabisblüten dosiert?

A:

Dies wird vom behandelten Arzt gemeinsam mit Ihnen festgelegt. Derzeit gibt es 14 verschreibungsfähige Sorten in Deutschland. Es kann einige Zeit dauern, bis die richtige Dosierung für Sie gefunden ist.