Alternative: Medizinisches Cannabis bei Demenz und Alzheimer

Autor: Alexandra Latour

Veröffentlicht am: 8. September 2017

Geändert am: 18. November 2017

Medizinisches Cannabis rückt immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. Im Vergleich zur üblichen medikamentösen Behandlung, die meist nur darauf abzielt, den Demenz-Verlauf zu bremsen oder den Dementen „ruhigzustellen“, zeigen neueste Forschungen, dass Cannabis die Gehirnleistung verbessern kann.

Dass medizinisches Cannabis nachweislich gegen chronische Schmerzen hilfreich sein kann, ist weitestgehend bekannt. Neuen Erkenntnissen zufolge soll die Cannabis Wirkung aber auch Einfluss auf den Alterungsprozess im Gehirn haben. Dies lässt Demenz- und Alzheimer-Patienten hoffen.

Neurowissenschaftler der Uniklinik Bonn wiesen an Mäuse-Gehirnen nach, dass Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), das wichtigste Cannabinoid der Cannabis-Pflanze, die nachlassende Gehirnleistung von alten Mäusen verbessern. Leafly.de berichtete.

In den vergangenen Jahren beschäftigten sich Forscher immer wieder mit der THC- und CBD-Wirkung auf dementielle Erkrankungen, sodass zusammen mit dieser aktuellen Cannabis-Studie die Grundlage für weitere Forschungen geschaffen wurde.

Wichtig ist dies vor allem deswegen, da im Kampf gegen Demenzerkrankungen zwar viele unterschiedliche Wirkstoffe eingesetzt werden, diese aber bei Studien oftmals widersprüchliche Ergebnisse zeigen.

Demenz-Definition: Unterschiede zwischen Demenz und Alzheimer

Die Begriffe „Demenz“ und „Alzheimer“ werden häufig synonym verwendet. Zwar ist bekannt, dass damit eine krankheitsbedingte Vergesslichkeit gemeint ist, dennoch müssen beide Begriffe unterschieden werden.

  • Bei der Demenz handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne um eine bestimmte Erkrankung, sondern vielmehr um das Auftreten verschiedener Symptome. Hier können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen.
  • Insgesamt existieren über 50 Krankheitsformen. Sie haben aber alle gemeinsam, dass das Gedächtnis, das Denken und/oder andere Gehirnleistungen anhaltend oder fortschreitend beeinträchtigt werden.

Medizinisch wird zwischen der primären und sekundären Demenz unterschieden. Eine primäre Demenz hat ihren Ursprung im Gehirn, in dem immer mehr Nervenzellen absterben.

  • Zu den am häufigsten vorkommenden primären Demenzformen gehören die Alzheimer-Krankheit sowie die vaskuläre Demenz.
  • Hingegen liegt eine sekundäre Demenz vor, wenn diese durch andere Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenerkrankung, Depression oder Alkoholsucht) oder Medikamente verursacht wird. Aber auch Mischformen sind möglich, vor allem von der Alzheimer-Erkrankung und der vaskulären Demenz.
  • Des Weiteren werden die Krankheitsbilder danach eingestuft, wo im Gehirn die Veränderungen auftreten. Treten Veränderungen in der Hirnrinde (Cortex cerebri) wie beispielsweise bei der Alzheimer-Erkrankung auf, so wird von einer kortikalen Demenz gesprochen.
  • Von einer subkortikalen Demenz wird ausgegangen, wenn sich Veränderungen in den tieferen Gehirnschichten oder unterhalb der Hirnrinde zeigen. Hierzu gehört zum Beispiel die vaskuläre Demenz „Arteriosklerotische Enzephalopathie“ (SAE). Mischformen kommen hier ebenfalls vor.

Altersdemenz ist nicht gleich senile Demenz

Häufig wird von der Altersdemenz gesprochen, da vor allem ältere Menschen dement werden. Jedoch darf die Altersdemenz nicht mit der senilen Demenz gleichgesetzt werden. Mit letztgenanntem ist die senile Demenz vom Alzheimer-Typ (SSAT) gemeint. Diese liegt vor, wenn sich die Alzheimer-Erkrankung im höheren Alter manifestiert. Das Gegenstück ist die präsenile Alzheimer-Erkrankung, die bereits im 5. oder 6. Lebensjahrzehnt auftreten kann.

Demenz-Ursachen

Bei der am häufigsten vorkommenden Demenzerkrankung, der Alzheimer-Krankheit, bilden sich im Gehirn der Betroffenen sogenannte Plaques. Hierbei handelt es sich um Ablagerungen des Proteins Beta-Amyloid.

Die Ursache ist nicht bekannt. Experten sprechen davon, dass bei etwa einem Prozent aller Fälle dies genetisch bedingt ist, was die Demenz vererbbar macht.

Ähnlich wie bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich auch bei der Lewy-Body-Demenz Eiweißreste aus Alpha-Synuclein (Lewy-Körperchen) in den Nervenzellen des Gehirns ab, die dann nicht mehr abgebaut werden.

Allerdings sind diese Einschlüsse wesentlich seltener als die Plaques, die bei der Alzheimer-Krankheit auftreten. Bereits im frühen Stadium lösen diese Eiweißreste Sinnestäuschungen und Halluzinationen aus.

Die Ursache der vaskulären (gefäßbedingten) Demenz liegt in einer Durchblutungsstörung im Gehirn, die beispielsweise durch Gefäßverschlüsse, Blutungen oder andere Schädigungen entstehen kann.

Infolge dessen sterben die Nervenzellen im Gehirn sukzessive ab, sodass die Verbindungen zwischen den Zellen verloren gehen (neurodegenerative Veränderungen).

Risikofaktoren für Demenz

Das Risiko einer dementiellen Erkrankung steigt mit dem Älterwerden sowie einer entsprechenden genetischen Veranlagung. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören unter anderem:

  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Übergewicht
  • Nikotinkonsum
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • hoher Cholesterinspiegel
  • geringe körperliche und geistige Aktivitäten

Symptome der Demenz

Welche Symptome sich zeigen, hängt von der Art der Erkrankung ab. In der Regel treten zunächst Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis auf. Die Betroffenen werden zunehmend vergesslich, können sich nur noch schwer konzentrieren und verlegen oftmals Sachen, die sie nicht mehr wiederfinden.

Es kann auch vorkommen, dass gängige Begriffe plötzlich nicht mehr erinnert werden. Treten Orientierungsprobleme in einer fremden Umgebung auf, so könnte dies das erste Demenz-Anzeichen für den Beginn einer Alzheimer-Erkrankung sein.

Im weiteren Demenz-Verlauf treten auch Probleme mit dem Langzeitgedächtnis auf. Infolge dessen können sich Demenzkranke immer schlechter an ihre Vergangenheit erinnern. Auch an nahestehende Personen können sich Schwerkranke dann in späteren Demenz-Stadien nicht mehr erinnern.

In den späten Stadien der Demenz kommt es dann auch zu einem körperlichen Abbau. Dieser geht dann häufig auch mit einem völligen Gedächtnisverlust einher. „Klare“ Phasen haben Demenzkranke dann nur noch sehr selten.

Die vaskuläre Demenz verursacht ähnliche Symptome, jedoch setzen diese meist viel früher und sehr viel stärker ein als etwa bei der Alzheimer-Krankheit. Hinzu kommen weitere Symptome wie Gangstörungen. Zudem können Probleme mit der Blasenentleerung auftreten. Auch das Verhalten der Betroffenen ändert sich. So beginnen sie ohne erkennbaren Grund zwanghaft zu lachen oder zu weinen.

Bei der Lewy-Körperchen-Demenz treten auch Halluzinationen auf, wobei das Gedächtnis aber länger erhalten bleibt.

Die frontotemporale Demenz (Pick-Krankheit) hat wiederum einen ganz anderen Krankheitsverlauf. Hier treten starke Persönlichkeitsveränderungen auf. Demenzkranke sind schnell reizbar, verhalten sich taktlos und angemessen und sind darüber hinaus aggressiv. Möglich ist zudem Teilnahmslosigkeit und maßloses essen. Im späteren Verlauf zeigen sich Demenz-Symptome wie Sprachstörungen und Gedächtnisprobleme.

Untersuchungen und Diagnose – so kann eine Demenz festgestellt werden.

Wenn mit fortschreitendem Alter mal etwas vergessen wird, ist das noch kein Grund zur Sorge. Hält die Vergesslichkeit jedoch über Wochen und Monate an und nimmt diese noch zu, so sollte eine neurologische Praxis oder eine Gedächtnisambulanz aufgesucht werden.

Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch und der Befragung von Angehörigen lassen sich das Vorhandensein sowie der Schweregrad der Demenz mit Hilfe unterschiedlicher Tests feststellen:

  • Uhren-Test
  • Mini-Mental-Status-Test (MMST)
  • DemTect

Diese drei kognitiven Demenz-Tests sind einfach durchzuführen, wobei ihre Aussagekraft jedoch begrenzt ist. Außerdem sind diese Tests nicht dazu geeignet, um die unterschiedlichen Demenzformen voneinander abzugrenzen. Um andere Erkrankungen als Ursache auszuschließen, erfolgt auch eine körperliche Untersuchung.

Bluttests sowie eine Probenentnahme aus dem Nervenwasser (Liquor) der Lendenwirbelsäule, eine Computertomographie (CT) und eine Magnetresonanztomographie (MRT) gehören ebenfalls zur Demenzdiagnostik.

Steht die Diagnose Demenz fest, so können Betroffene und Angehörige unterschiedliche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Beispielsweise bietet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Hilfe bei Demenz und beim Umgang mit Demenz.

Demenz vorbeugen und Demenz Früherkennung

Eine spezifische Vorbeugung gegen Demenz ist nicht möglich. Wichtig ist jedoch, die Widerstandsfähigkeit des Gehirns zu erhöhen, beispielsweise mit körperlicher Aktivität, geistiger Regsamkeit und einer gesunden Ernährung.

Auch die Behandlung von Bluthochdruck spielt in der Demenz-Vorsorge eine wichtige Rolle, denn so können Durchblutungsstörungen im Gehirn vermieden werden.

Allgemein dient die Früherkennung einer Krankheit dem Zweck, diese zu heilen oder das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Bis heute ist die Heilung der Demenz und der Alzheimer-Krankheit ausgeschlossen, und auch das Hinauszögern des weiteren Krankheitsverlaufes lässt sich nicht verhindern.

Behandlung der Demenzerkrankung

Eine Heilung der Demenzerkrankung ist ausgeschlossen, weshalb die Demenz-Therapie darauf abzielt, das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen und die Symptome zu lindern. Neben unterschiedlichen nichtmedikamentösen Therapien (z. B. Ergo-, Musik- und Milieutherapie) kommen auch Medikamente zum Einsatz, die sogenannten Antidementiva.

Diese Medikamente gegen Demenz beeinflussen unterschiedliche Botenstoffe im Gehirn, damit die geistige Leistungsfähigkeit so lange wie möglich erhalten bleibt. Problematisch ist, dass Antidementiva nur eine begrenzte Zeit wirken und nicht nebenwirkungsfrei sind.

In der Behandlung der Alzheimer-Erkrankung und der Lewy-Körperchen-Demenz werden vor allem Acetylcholinesterasehemmer gegeben, die den Mangel des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn für eine gewisse Zeit ausgleichen können. Patienten können dann ihren Alltag besser bewältigen und die Gehirnleistungen bleiben länger erhalten.

Weitere Medikamente gegen Demenz sind Glutamat-Antagonisten wie Memantine (Neuroprotektion). Hiermit können die Andockstellen im Gehirn für den Nervenbotenstoff Glutamat blockiert werden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Glutamat-Konzentration bei Alzheimer erhöht sein kann. Infolge dessen werden im Laufe der Zeit die Nervenzellen zerstört.

Nicht selten erhalten Demenz-Patienten auch Antidepressiva gegen depressive Verstimmungen. Diese wirken stimmungsaufhellend und antriebssteigernd.

Leiden Betroffene unter Halluzinationen, Verfolgungswahn, Unruhe und Aggressivität werden zusätzlich noch Neuroleptika gegeben, deren Einsatz jedoch aufgrund der starken Nebenwirkungen sorgfältig geprüft werden sollte.

Bei der Entscheidung, ob Medikamente gegen Alzheimer bzw. Demenz sinnvoll bzw. angebracht sind, und welche Medikamente ggf. zum Einsatz kommen, kann der von den Universitätskliniken Freiburg und Hamburg sowie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) erstellte Leitfaden helfen.

Neuroleptika sollen Sterberisiko erhöhen und Demenz beschleunigen

Immer wieder wird heftig kritisiert, dass Demenzpatienten mit Antipsychotika ruhiggestellt werden. Neben den ethischen Bedenken existieren auch medizinische Gründe, die gegen eine Behandlung mit Medikamenten gegen Alzheimer sprechen.

Zum einen können schwere Nebenwirkungen auftreten und zum anderen weisen Studien auf eine erhöhte Sterblichkeit hin.

Im Jahr 2009 veröffentlichten Forscher des King´s College in London die Ergebnisse einer Langzeitstudie. 165 Demenzpatienten wurden zufällig mit einem Placebo oder einem antipsychotischen Medikament behandelt.

Nach drei Jahren lag die Zahl der Überlebenden bei der Placebo-Gruppe bei 60 Prozent und bei der antipsychotischen Gruppe nur bei 30 Prozent.

Erwähnenswert ist auch eine Studie aus Oxford. Forscher des Department of Psychiatry konnten nachweisen, dass die dementielle Erkrankung bei den mit Antipsychotika behandelten Dementen schneller voranschreitet.

Wie kann medizinisches Cannabis bei Demenzerkrankungen helfen?

Die Medizinalhanf Pflanze enthält unterschiedliche Wirkstoffe, die als Cannabinoide bezeichnet werden. Diese ähneln sich in der Struktur und haben unterschiedliche Effekte auf die Funktionen des Gehirns.

Dabei sind Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) die wohl wichtigsten Cannabinoide, da sie in der Lage sind, Entzündungen zu hemmen, das Nervensystem zu schützen und das Wachstum von Nervengewebe zu fördern. Außerdem wirken sie als Antioxidantien.

Zu erwähnen ist vor allem eine Studie der University of South Florida aus dem Jahr 2014. Im Rahmen dieser Studie befassten sich die Forscher mit der Beziehung zwischen dem körpereigenen Cannabinoid System (Endocannabinoid System) sowie dem Vorgang der Plaquebildung.

Bei Alzheimer-Patienten sammeln sich die Peptide Beta-Amyloid im Gehirn an und bilden die sogenannten Amyloid Plaques. Diese wirken toxisch auf das Nervengewebe.

Das Beta-Amyloid selbst entsteht durch die enzymatische Spaltung des Amyloid-Vorläuferproteins (APP). Von diesem wird angenommen, dass er für die neuronale Plastizität und die Steuerung der Synapsenbildung eine wesentliche Rolle spielt.

Nachdem die Forscher diese APP-Zellen mit THC geimpft hatten, wurde das Beta-Amyloid nur noch in geringerem Maße gebildet. Weiter stellten die Forscher fest, dass THC auf das Beta-Amyloid direkt wirkt und die Plaquebildung verhindert.

Alzheimer verändert das Endocannabinoid System

Bei der Entstehung von Alzheimer sowie weiteren neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. Parkinson oder Multiple Sklerose) wird davon ausgegangen, dass Entzündungen im Nervengewebe mitverantwortlich sind.

Am Trinity College Dublin wurde der Zusammenhang zwischen der Steuerung der Nervenentzündung und dem Endocannabinoidsystem erforscht. Bei verstorbenen Alzheimer-Patienten fanden die Forscher am Endocannabinoidsystem Veränderungen.

Diese zeigten sich vor allem in den Hauptimmunzellen des Zentralnervensystems in den Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Die Forscher kamen deshalb zu dem Schluss, dass das Endocannabinoidsystem bei der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit von Bedeutung ist. Es sind weitere Forschungen notwendig, um die genauen Mechanismen zu erkennen, woraus sich dann ggf. eine Behandlung ableiten lässt.

Medizinisches Cannabis zum Schutz des Nervensystems

Wenn eine Entzündung im Körper auftritt, hat das oxidativen Stress zufolge, wodurch die Produktion von schädlichen freien Radikalen (z. B. reaktive Sauerstofftypen) angeregt wird. Auch Beta-Amyloid lässt die Anzahl der reaktiven Sauerstofftypen ansteigen, wodurch Synapsen und Neuronen im Gehirn verloren gehen. Infolge dessen treten diverse neurologische Symptome sowie Gedächtnisstörungen auf. Das Cannabinoid aus der Hanfpflanze Cannabidiol (CBD) könnte diesen Effekt umkehren.

Verschiedene Studien zeigen, dass Cannabinoide das Nervengewebe schützen und gleichzeitig das oxidative Absterben von Zellen bremsen können. Bereits im Jahr 2004 hatten Forscher der University of Naples in Italien bewiesen, dass mit CBD behandelte Zellen eine bessere Überlebensrate haben als Zellen, die dem Beta-Amyloid ausgesetzt wurden.

CBD fördert Wachstum von Nervengewebe

Wissenschaftler nehmen an, dass CBD sogar die Neurogenese fördern kann, also das Wachstum von neuem Nervengewebe. Bei der Alzheimer-Erkrankung wird die Neurogenese durch das Beta-Amyloid gebremst. An der Sapienza University of Rome in Italien fand man heraus, dass CBD mit seinen antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften einen vom Endocannabinoidsystem unabhängigen Effekt besitzt und den sogenannten Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptor-? (PPAR?) nutzt.

CBD konnte somit die Produktion von reaktiven Sauerstoffgruppen minimieren sowie eine Neurogenese im Hippocampus auslösen. Gerade der Hippocampus, eine Region des Gehirns, wird von der Alzheimer-Erkrankung befallen, indem die Beta-Amyloid-Wirkung blockiert wird.

Noch sind die komplexen Prozesse nicht genau erforscht, die neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer verursachen. Jedoch existieren zahlreiche Studien und Nachweise, die deutlich belegen, dass das Endocannabinoidsystem bei der Gesunderhaltung eine wesentliche Rolle spielt und dass TCH bzw. CBD im Kampf gegen Demenzerkrankungen großes Potenzial besitzt.

Quellen:

Institute of Molecular Psychiatry, University of Bonn, Bonn, Germany, Genomics and Immunoregulation, LIMES Institute, Bonn, Germany, Institute of Dental Sciences, Hebrew University, Jerusalem, Israel, Bilkei-Gorzo A1 et al., 2017, “A chronic low dose of Δ9-tetrahydrocannabinol (THC) restores cognitive function in old mice

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Wolfson Centre for Age-Related Diseases, King’s College London, London, UK, Ballard C1 et al., 2009, “The dementia antipsychotic withdrawal trial (DART-AD): long-term follow-up of a randomised placebo-controlled trial

Department of Psychiatry, Warneford Hospital, Oxford, McShane R1, 1997, “Do neuroleptic drugs hasten cognitive decline in dementia? Prospective study with necropsy follow up

College of Pharmacy, University of South Florida, Tampa FL, USA USF-Health Byrd Alzheimer’s Institute, University of South Florida, Tampa FL, USA, Cao C1 et al., 2014, “The potential therapeutic effects of THC on Alzheimer’s disease

Department of Physiology and Trinity College Institute of Neuroscience, Trinity College Dublin, Dublin, Ireland, Campbell VA1, Gowran A., 2007, “Alzheimer’s disease; taking the edge off with cannabinoids?

Department of Experimental Pharmacology, University of Naples Federico II, Naples, Italy, Iuvone T1 et al., 2004, “Neuroprotective effect of cannabidiol, a non-psychoactive component from Cannabis sativa, on beta-amyloid-induced toxicity in PC12 cells

Department of Physiology and Pharmacology Vittorio Erspamer, Sapienza University of Rome, Rome, Italy, Esposito G1 et al., 2011, “Cannabidiol reduces Aβ-induced neuroinflammation and promotes hippocampal neurogenesis through PPARγ involvement

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