Utas Überleben: Martin G. und das Rheuma seiner Omi

Autor: Uta Melle

Veröffentlicht am: 31. August 2017

Geändert am: 24. September 2017

Martin G. hat eine tolle Salbe entwickelt, um seiner Oma zu helfen, ihre Hände nach einem Rheumaanfall wieder benutzen zu können. Die Salbe half seiner Oma und überraschenderweise ging die Erfolgsgeschichte weiter.

Seit ich für Leafly.de arbeite, erzählen viele Freunde mir die verschiedensten Geschichten. Interessante verfolge ich und möchte hier davon berichten. Vor einigen Wochen traf ich eine Freundin, die mir von einer Zufallsbekanntschaft erzählte, welcher mit Hilfe einer Cannabis-Salbe das Rheuma seiner Omi und die Neurodermitis von Freunden gelindert hat. Da ich dies sehr spannend finde und dem auf den Grund gehen wollte, habe ich den 23-jährigen Martin G. in Berlin getroffen und ihn interviewt.

Leafly.de: Martin, Du hast eine Cannabishaltige Salbe entwickelt. Wie kam es dazu?

Martin: Schon in meiner frühen Jugend habe ich mit dem Anbau von Cannabis herumexperimentiert. Ich habe sämtliche Informationen zur Nutzbarkeit, zur Potenz und zu Verwendungsmöglichkeiten wie ein Schwamm aufgesogen. Naturheilkunde hat mich schon immer fasziniert. Seit dem frühen Krebstod meiner Mutter habe ich zusätzlich natürlich auch alle Neuerungen gelesen, die eine Linderung in den Therapien bewirken könnten.
Vor zweieinhalb Jahren bekam meine Omi Rheuma. Nichts half, die Schmerzen wurden schlimmer, die entstandenen Risse in den Händen ließen sich ebenfalls mit keinem Mittel schließen. So entwickelte ich die Salbe. Natürlich stand Omi dem ganzen sehr skeptisch gegenüber. Sie hatte Angst vor einem Drogenrausch oder vor Abhängigkeiten. Doch nach einigen Wochen guten Zuredens versuchte sie die Salbe.

Leafly.de: Und? Hat sie geholfen?

Martin: Die Salbe schlug ein, wie eine Bombe. Nicht nur die Beschwerden klingen rapide ab, auch die Risse schlossen sich erstmalig. Meine Omi und mein Vater, der dem ganzen auch sehr negativ gegenüber stand, waren begeistert. Ein Jahr später hat auch meine andere Oma Rheuma bekommen – auch ihr konnte die Salbe helfen.

Leafly.de: Sind bei Deiner Omi irgendwelche der von ihr befürchteten Nebenwirkungen Rausch oder Abhängigkeit eingetreten?

Martin: (lacht) Nein. Sie ist im nachhinein nur glücklicher – aber das liegt daran, dass sie kaum noch Schmerzen hat.

Leafly.de: Hast Du sie auch schon bei anderen Beschwerden eingesetzt?

Martin: Oh ja. Ich habe einige Freunde, die unter Neurodermitis leiden. Auch hier linderte die Salbe die Beschwerden immens. Auch im Einsatz gegen wiederkehrende oder chronische Muskel- oder Gelenkbeschwerden wie Gicht, diverse Hautverletzungen – also Verbrennungen, Entzündungen, Risse, Schrunden, Blasen, Herpes habe ich schon Erfolge verzeichnen können. Aber auch Menstruationsbeschwerden, Migräne oder andere Kopfschmerzen habt die Salbe bereits bekämpfen können. Insgesamt kann man sagen, dass die Salbe eine entzündungshemmende, schmerzstillende, abschwellende und vor allem regenerative Wirkung hat.

Leafly.de: Wie setzt sich die Salbe zusammen?

Martin: Aus Cannabisextrakt, Arganöl, Kokosfett, Mandelöl, Sheabutter und Bienenwachs. Benutzt werden diverse Indica Sorten im Mix, vor allem Kush Sorten, Northern Lights, und wenn möglich noch eine CBD-Sorte.

Leafly.de: Wie siehst Du Deine Zukunft und was hast Du mit der Salbe vor?

Martin: Ich studiere seit einigen Jahren Garten- und Landschaftsbau um meine Fachkenntnisse zu vertiefen. Natürlich möchte ich irgendwann meine Salbe richtig produzieren und eine Marke entwickeln. Einen Namen und ein Logo habe ich schon: Sie soll „3CS“ „Curing Cannabis Salve“ / „Three CeeS“ heißen. Es wäre toll, wenn irgendwann die Zeit kommt, in der eine solche echte Hilfe nicht mehr strafrechtlich verfolgt wird. Natürlich sehe ich die Gefahr des Missbrauchs, aber ich denke auch, dass man durchaus gute Auflagen festhalten kann, um dies zu verhindern. In anderen Ländern, wie Colorado geht das ja auch. Gern möchte ich ein Praktikum in den USA oder Kanada machen, um meine Kenntnisse im Anbau und Weiterverarbeitung der medizinischen Nutzung von Cannabis zu vertiefen.

Wir danken Martin und wünschen ihm viel Glück mit seiner Salbe!