Was ist THCA und welchen medizinischen Wert hat dieses Cannabinoid?

Autor: Leafly Redaktion

Veröffentlicht am: 31. Mai 2017

Geändert am: 20. Oktober 2017

Der Cannabis-Wirkstoff THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) wird erst seit einiger Zeit wissenschaftlich untersucht, zeigt aber bereits jetzt enormes therapeutisches Potenzial. Das Cannabinoid THC ist den meisten Menschen ein Begriff. THCA hat trotz der ähnlich klingenden Bezeichnung jedoch deutlich andere Eigenschaften.

Was ist der Unterschied zwischen THCA und THC?

Im Gegensatz zu THC ist THCA ein nicht psychoaktives Cannabinoid, das in rohen und lebenden Cannabispflanzen aller Cannabis-Sorten vorkommt. Beim Trocknen von Cannabis wird THCA langsam in THC umgewandelt. Die Umwandlung wird durch Hitze beschleunigt. Dieser Prozess wird als Decarboxylierung bezeichnet und beschreibt, was beim Rauchen oder Verdampfen der Blüte geschieht.

Bei laborgeprüftem Cannabis fällt auf, dass sowohl das CannabinoidTHC als auch THCA die am stärksten enthaltenen Cannabinoide sind und einen durchschnittlichen Anteil von 12 % bis 20 % ausmachen. THCA ist die korrekte Bezeichnung für nicht decarboxylierte Cannabisblüten, beide Bezeichnungen bedeuten grundsätzlich dasselbe, wenn man davon ausgeht, dass Patienten das Produkt rauchen oder in Form von Verdampfung konsumieren.

Macht diese chemische Fehlangabe einen Unterschied, wenn Patienten ihre ersten Erfahrungen mit den medizinischen Eigenschaften von THCA machen?

Welche Wirkungen und medizinischen Effekte hat THCA?

Bislang fehlen noch wissenschaftliche Erkenntnisse, um eindeutig angeben zu können, welche Beschwerden mit THCA behandelt werden können und in welchem Maß es wirkt.

Bisherige Untersuchungen und anekdotische Aussagen lassen allerdings darauf schließen, dass THCA im Bereich der Cannabis-basierten Medizin eine zentrale Rolle spielen wird, da die Entwicklungen auch durch die Industrie vorangetrieben werden.

Wirkungsfelder, die in bisherigen Studien bereits entdeckt wurden

  • Entzündungshemmende Eigenschaften zur Behandlung von Arthritis und Lupus
  • Neuroprotektive Eigenschaften zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen
  • Antiemetische Eigenschaften zur Behandlung von Übelkeit und Appetitlosigkeit
  • Antiproliferative Eigenschaften wurden im Rahmen von Studien zu Prostatakrebs festgestellt

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