Peru dereguliert medizinisches Cannabis-Gesetz

Die Regierung in Peru hat jetzt endlich die Rahmenbedingungen für die Freigabe von Medizinalcannabis festgelegt. Dabei wurde das Cannabis-Gesetz schon Ende 2017 verabschiedet.

Peru dereguliert medizinisches Cannabis-Gesetz

Ende 2017 hatte der Kongress in Peru über den Gesetzvorschlag zur Freigabe von Medizinalcannabis abgestimmt. Mit 66 Stimmen, 4 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen wurde der Gesetzesvorschlag dann angenommen.

Einem Medienbericht zufolge kündigte die Regierung in Peru jetzt an, das Cannabis-Gesetz zu deregulieren. Die anfängliche Gesetzgebung war kurz. So war hier lediglich die Ernennung von Aufsichtsbehörden innerhalb der Regierung, die Einrichtung eines lizenzbasierten Systems für die Kultivierung und Forschung und die Definition von Medizinalcannabis aufgeführt. Bei seiner Verabschiedung enthielt das Gesetz jedoch keine Angaben dazu, wie diese Regulierungsbehörden funktionieren sollen und was die Lizenzen erlauben.

Peru: Was enthält die Gesetzgebung?

Laut dem Medienbericht sei die Gesetzgebung sehr umfangreich. Weiter heißt es, dass die peruanische Times, die exklusiv Zugang zur Veröffentlichung der Rechtsvorschriften hatte, die Verordnung wie folgt zusammenfasste:

„Richtlinien und Verfahren für Forschung, landwirtschaftliche und Produktionsbeschränkungen, Einfuhr sowie Vermarktung und Verkauf von medizinischem Cannabis und dessen Nebenprodukten. Es beschreibt auch die Verfahren für ärztliche Verschreibungen, einschließlich einer Registrierung von Patienten.“

Der Gesundheitsminister von Peru namens Zulema Tomás erwägt bereits die Auswirkungen eines solchen umfassenden Gesetzes. Denn die Gesetzgebung besagt, dass Labore an Universitäten oder in Cannabis-Produktionsstätten die Genehmigung für die Vermarktung von Cannabis beantragen können. Und zwar für den nationalen Vertrieb und die Einfuhr außerhalb von Peru.

Internationale Unternehmen konkurrieren bereits um eine Lizenz

Nachdem die peruanische Regierung die neue Gesetzgebung bekannt gegeben hatte, veröffentlichte Plena Global Holdings Inc., ein privates kanadisches Cannabisunternehmen, eine Pressemitteilung, in der sie mitteilten, dass sie gemeinsam mit Peru an der Deregulierungsgesetzgebung gearbeitet hätten.

„Peruanische Beamte haben mit Plena zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass das Land von einem effektiven Übergang zu einer regulierten Branche profitieren kann. Der verlängerte Zeitraum zwischen der Unterzeichnung des Gesetzes zur Legalisierung von Medizinalcannabis und der Verabschiedung des rechtlichen Rahmens gewährleistet, dass ein umfassender Rahmen für den Betrieb der Industrie geschaffen wurde“, hieß es in der Pressemitteilung.

Diese Gesetzgebung hat das Potenzial, die Versuche anderer Länder, einen Deregulierungsrahmen zu schaffen, zu beeinflussen. Durch Partnerschaften mit Unternehmen, die bereits Teil einer massiven Deregulierung waren, wie Plena in Kanada, haben die Gesetzgeber die Möglichkeit, sich auf Experten zu stützen, aber auch Lücken und Probleme mit bereits bestehenden Rechtsvorschriften zu verbessern.

Plena wird noch dieses Jahr mit dem Anbau von Cannabis beginnen und wurde zum Bau einer Verarbeitungsanlage zugelassen. Weiter heißt es, dass es noch unklar sei, wann die Vergabe der Lizenzen erfolgt.

Nachdem Plena die erste offizielle Partnerschaft mit Peru eingegangen ist, dürften schon bald weitere Cannabisunternehmen in Peru investieren.

 

 

 

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