Petition für Medizinalcannabis-Legalisierung – Ukraine

Ende Januar wurde auf der Webseite der Werchowna Rada in der Ukraine eine Petition für die Legalisierung und Regulierung von Cannabis für medizinische und wissenschaftliche Zwecke veröffentlicht. Inzwischen hat die Petition über 11 000 Unterschriften gesammelt.

Petition für Medizinalcannabis-Legalisierung – Ukraine

Erst im November 2018 gab es Neuigkeiten aus der Ukraine. So hatte der State Service of Ukraine on Medicines and Drugs Control dem kanadischen Cannabisproduzenten C21 Investments Inc. mit Sitz in Vancouver offiziell eine Erlaubnis erteilt, um CBD-Extrakte und -Produkte zu importieren (Leafly berichtete). Nun hat Rechtsanwalt Gennadii Shabas, Leiter der Ukrainischen Vereinigung für medizinisches Cannabis, die Petition für die Medizinalhanf-Legalisierung gestartet. Unterstützung hat er von 16 öffentlichen Organisationen bekommen.

Einem Medienbericht zufolge ist die Petition auf dem besten Weg, um die 25 000 benötigten Unterschriften zu erhalten. Diese benötigt die Werchowna Rada zur Überprüfung bis zum 30. April 2019. (Bei der Werchowna Rada handelt es sich um das gesetzgebende Parlament im Einkammersystem der Ukraine.)

Petition: Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Medizinalcannabis

In der Petition schrieb Rechtsanwalt Shabas, dass über zwei Millionen Menschen der Zugang zu einer wirksamen Behandlung verwehrt werde.

„Geben Sie unseren Mitbürgern Zugang zur wirksamen Cannabis-Behandlung, die bei Millionen Patienten in zivilisierten Ländern Anwendung findet“, schreibt Shabas weiter.

Shabas erklärte weiter, dass politische Änderungen vorgenommen werden müssen. Denn damit sei das Leiden der Patienten linderbar und man könne die Rechte der Bürger auf ein menschenwürdiges Leben wahren. Außerdem erhalten die Menschen Zugang zu einer effektiven modernen Behandlung.

Unterstützung vom ukrainischen Gesundheitsminister

Die Petition fordert die Regierung auf, den Zugang zu medizinischem Cannabis für Patienten mit chronischen Schmerzen, Epilepsie, posttraumatischen Belastungsstörungen, Immunerkrankungen, Arthritis, Parkinson und vielen anderen schweren Krankheiten gesetzlich zu regulieren.

Der amtierende Gesundheitsminister Ulana Suprun unterstützte die Petition. In einem Facebook-Post wies er darauf hin, dass Patienten auf der ganzen Welt regelmäßig medizinisches Cannabis verwenden, um ihr Leiden zu lindern und „ihr Wohlbefinden bei einer Reihe schwerer Krankheiten zu normalisieren“.

„Gestern wurde eine Petition auf der Webseite der Werchowna Rada eingereicht, in der Gesetzesänderungen gefordert werden, damit Cannabis für medizinische und wissenschaftliche Zwecke verwendet werden kann. Ist diese Verwendung gerechtfertigt? Wissenschaftler, Ärzte und Patienten auf der ganzen Welt sagen, dass dies der Fall ist“, schrieb Suprun.

 

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