Produkte mit hohem CBD-Gehalt für Konsumenten von medizinischem Cannabis

Autor: Leafly Redaktion

Verõffentlicht am: 1. Juni 2017

Geändert am: 30. November 2017

Produkte mit hohem CBD-Gehalt für Konsumenten von medizinischem Cannabis

Cannabis enthält den nicht psychoaktiven, therapeutisch äußerst wertvollen Wirkstoff CBD (Cannabidiol), der derzeit im Bereich des medizinischen Cannabis für großes Aufsehen sorgt. Der Nutzen von CBD als Medikament bei der Behandlung verschiedenster Erkrankungen wie beispielsweise Epilepsie, Krebs, Schmerzzustände, Arthritis, Angststörungen und vielen anderen wurde inzwischen mit zahlreichen Studien nachgewiesen. Cannabidiol (CBD) wird aus Cannabis gewonnen und kann zu verschiedensten Medikamenten verarbeitet werden, die individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten entgegenkommen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen einige der Medikamente vor.

Hanföl

In den vergangenen Jahren hat Hanföl mit hohem CBD-Gehalt in den USA stark an Bekanntheit gewonnen. Vor allem durch die CNN-Dokumentation „Weed“, in der die wundersame Geschichte der fünfjährigen Charlotte Figi erzählt wird, die unter schweren epileptischen Anfällen litt, die nach oraler Gabe des Konzentrats beinahe vollständig zurückgingen. Hanföl ist ein einnehmbares Öl. Es wird über die Naphtha- oder Isopropanol-Extraktion hergestellt. Dabei werden Cannabinoide wie CBD aus dem Pflanzenmaterial isoliert. Für die Herstellung derartiger Öle können auch andere Kohlenwasserstofflösungen eingesetzt werden. CBD-Öle werden zur angenehmeren Einnahme in Getränke wie Smoothies gemischt oder einfach als CBD-Kapsel geschluckt.

Cannabistinkturen

Tinkturen sind flüssige Cannabisextrakte, die üblicherweise unter der Zunge angewendet werden. Die durch Extraktion mit Alkohol oder pflanzlichem Glycerin gewonnenen Cannabistinkturen zählen zu den frühesten Formen von Cannabis-Medikamenten. Sie weisen in der Regel eine geringere Konzentration auf als andere Ölextrakte, wodurch sie sich für leichte Beschwerden und zum Spannungsabbau bzw. als Beruhigungsmittel eignen. Patienten mit starken Schmerzen oder anderen schwerwiegenderen Beschwerden sollten hingegen potentere Alternativen wählen.

Cannabis-Topicals

Cannabishaltige Topicals (z.B. Lotionen, Balsame und Öle zur äußeren Anwendung) haben sich zu einem weit verbreiteten Mittel für die Behandlung von Schmerzen (z.B. als Schmerzsalbe) und vielen anderen Beschwerden entwickelt. Cannabis-Topicals werden direkt auf die Haut aufgetragen und können Beschwerden lokal lindern. Neben Cannabidiol (CBD) enthalten sie häufig eine Reihe weiterer therapeutischer Wirkstoffe. Da die Cannabis Salben und Balsame nicht psychoaktiv wirken, eignen sie sich besonders für Patienten, die sich beispielsweise während der Arbeit oder unterwegs behandeln müssen.

*Hinweis: CBD-Supplemente entfalten bei Ihren Beschwerden nicht zwangsläufig eine Wirkung. Klären Sie mit Ihrem Arzt ab, ob die Medikamente für die Behandlung Ihrer Beschwerden geeignet sind.

Ähnliche Artikel

Cannabis als Medizin bei Asthma

Cannabis als Medizin bei Asthma

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Atemwegserkrankung. Infolge einer chronischen Entzündung verengen sich die Atemwege und die Schleimproduktion wird angeregt. Asthmatiker leiden typischerweise unter Hustenanfällen, Atemnot und einer pfeifenden Atmung. Häufig leiden Betroffene auch unter wiederkehrenden oder chronischen Atemwegsinfektionen, die die Asthmaerkrankung verschlimmern. Schon vor Jahrtausenden wurde Cannabis zur Behandlung von Atemwegserkrankungen angewendet. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts empfahlen Mediziner ebenfalls ihren Patienten Cannabis, wenn sie unter Asthma litten. Laut den Studien aus den 70er Jahren und auch den aktuellen Studien können die Cannabinoide aus der Cannabispflanze bei Asthmatikern genauso Bronchien erweiternd wirken wie klassische Asthmamedikamente. Die genauen Asthma Ursachen sind mehr…

Cannabis ist nach wie vor Droge Nummer Eins in Deutschland: Grüne fordern neue Drogenpolitik

Cannabis ist nach wie vor

Cannabis ist unverändert die am häufigsten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen wie Erwachsenen in Deutschland. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben 7,3 Prozent an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 64-Jährigen waren es 6,1 Prozent. Über die letzten 25 Jahre hinweg zeigt der Cannabiskonsum in der Bevölkerung einen insgesamt zunehmenden Trend. Der Jahresbericht der Bundesregierung zur Drogensituation in Deutschland – früher bekannt unter dem Namen „REITOX-Bericht“ – ist das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen. Er wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht verfasst. Dr. Kirsten Kappert-Gonther von mehr…

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Interdisziplinäres Forschen zu Cannabis in Merseburg – Vorbild Kalifornien Dr. Gundula Barsch, Professorin an der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut ins Leben rufen – das erste seiner Art in Deutschland. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich Ende November Experten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen zu einem Kick-off-Meeting zusammengefunden. Vorbild des geplanten Cannabisinstituts ist das HiiMR, Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research, in Arcata (Kalifornien). Professorin Dr. Barsch, die Expertin auf dem dem Gebiet der Drogenforschung ist, verbrachte hier ein Forschungssemester. Aber auch Neugründungen wie das mehr…

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland

Verschreibungspflichtige Cannabismedikamente, die in Deutschland erhältlich sind         Cannabisblüten verschiedener Importeure         Canemes-Tabletten (Wirkstoff: Nabilon)         Sativex Mundspray (Wirkstoff: Naxibimol)         Dronabinol (THC-Öl)         Cannabis-Vollspektrum-Extrakte Tilray THC25 und THC10:CBD10 Cannabissorten, Cannabisblüten Wir möchten zunächst auf die medizinischen Cannabissorten eingehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Cannabisagentur eingerichtet, die den staatlich kontrollierten Cannabisanbau in Deutschland überwachsen soll. Jedoch ist vor den Jahren 2019/2020 nicht damit zu rechnen, dass Cannabisblüten auf den Markt kommen, weshalb diese von verschiedenen Unternehmen nach Deutschland importiert werden müssen. Abgegeben werden die Cannabisblüten in den Apotheken in Dosen von 5 oder 10 Gramm. Folgende Cannabissorten sind erhältlich: Cannabissorte THC-Gehalt mehr…

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht

Die WHO entschied, dass internationale Verbote gegen reines Cannabidiol nicht gerechtfertigt sind, da sie keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Sachverständigenausschuss kam im November 2017 zusammen, um mehrere psychoaktive Substanzen zu bewerten. Ein vollständiger Überblick über Cannabidiol, von dem man annimmt, dass es medizinisch genutzt wird, wurde auf Mai 2018 verschoben. Dann werden auch CBD-Extrakte unter die Lupe genommen. Leafly.de berichtete. Aufgrund des zunehmenden weltweiten Interesses, Cannabis und seine Wirkstoffe (Cannabinoide) als Medizinprodukte zu verwenden, hat die WHO damit begonnen, wissenschaftliche Beweise zu sammeln, um zu entscheiden, ob diese Substanzen unter internationale Kontrolle gestellt werden sollen. Der Novemberausschussbericht mehr…