Cannabis-Rezepte: Blockchain-Technologie gegen Fälschungen

Autor: Alexandra Latour

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Die Blockchain-Technologie erobert jetzt auch die Cannabis-Branche. Das Unternehmen JIBBIT plant den Aufbau eines internationalen Netzwerkes, in dem mit der eigens entwickelten Kryptowährung „JIB“ bezahlt werden kann. Unter anderem sollen Cannabis-Rezepte mithilfe des Netzwerkes fälschungssicher gemacht werden.

Cannabis-Rezepte: Blockchain-Technologie gegen Fälschungen

Die Cannabis-Industrie ist weltweit eine der am schnellsten wachsenden Branchen. Experten zufolge sollen insbesondere in Europa, Kanada und in den USA überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten zu erwarten sein, wodurch die Nachfrage nach alltagspraktischen Lösungen erhöht wird. Cannabisunternehmen stoßen hierbei immer wieder auf die gleichen Probleme. Banken wollen ihnen keine Konten genehmigen, Kreditkartenunternehmen verweigern die Zusammenarbeit. Nun kommen zwei neue Begriffe ins Spiel, die den Markt maßgeblich beeinflussen und die Arbeit erleichtern werden: Blockchain und Kryptowährung.

Blockchain

Blockchain gilt vielerorts als die Technologie der Zukunft. Vereinfacht gesagt ist die Blockchain ist ein Netzwerk, üblicherweise innerhalb des Internets. Auch die Nutzung in einem Intranet ist möglich. Sie kann als Antithese zur Cloud gesehen werden. Denn Informationen werden nicht irgendwo auf einem Server gespeichert, sondern jeweils lokal, auf allen Rechnern im Netzwerk – Stichwort: dezentral. Darin liegt es auch begründet, dass die Technologie als besonders sicher angesehen wird. Mehr zum Thema hier.

Krypto-Währungen: Digitale Währung für den Zahlungsverkehr

Einfach ausgedrückt handelt es sich bei Krypto-Währungen um virtuelle Währungen. Sie existieren nicht in der physischen Welt. Man kann keine Bitcoin in die Hand nehmen oder eine aus der Brieftasche ziehen. Aber nur weil man nicht physisch eine Bitcoin halten kann, bedeutet das nicht, dass sie nichts wert nichts sind, was durch die schnell steigenden Preise der virtuellen Währungen über die letzten Monate deutlich wurde. Die Anzahl ändert sich ständig, aber laut CoinMarketCap.com mit Stand 30. Dezember gab es rund 1.375 verschiedene virtuelle Währungen, die Investoren potenziell kaufen konnten. Bemerkenswert ist, dass die Eintrittsbarriere bei Krypto-Währungen besonders niedrig ist. Das heißt, wenn man Zeit, Geld und ein Team von Leuten hat, die wissen, wie man Computercode schreibt, hat man die Möglichkeit, seine eigene Kryptowährung zu entwickeln. Das legt nahe, dass mit der Zeit neue Krypto-Währungen auf den Markt dringen werden. Mehr zum Thema hier.

Revolutionierung des Rezeptwesens

Laut der Pressemeldung im Online-Magazin „FinanzNachrichten“ soll es immer häufiger Rezeptfälschungen geben, was Ärzte, Krankenkassen und Apotheker vor ein Problem stelle. Um diesem Problem entgegenzuwirken, arbeiten verschiedene Unternehme an fälschungssicheren Lösungen, die noch in diesem Jahr in die erste Testphase gehen soll. Teilnehmende Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Apotheker haben dann die Möglichkeit, die Cannabis-Rezepte in der Blockchain zu speichern, sodass diese zu hundert Prozent fälschungssicher sein sollen.

Neue Apps

JIBBIT plant die Nutzung einer Blockchain-Technologie, um ein internationales Netzwerk für die Cannabis-Branche aufzubauen. Der Zugang zur Kryptowelt soll über die JIBBIT App erfolgen. Angeboten werden unter anderem Leistungen wie ein Marktplatz für Cannabis-Zubehör für europäische und US-amerikanische Kunden sowie ein Cannabis-Lieferservice, den allerdings nur US-amerikanische Kunden nutzen können. Doch sie sind nicht die einzigen, die die Blockchain-Technologie anwenden. In Kürze soll das deutsche Cannabis-ITO mit der digitalen Währung „JIB“ (JIBBIT) starten.

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