Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt

Unter dem diesjährigem Motto „Individualisierung statt Standardisierung“ erwartet die Teilnehmer des 30. Schmerz- und Palliativtages wieder ein spannendes Programm. Neben der Bedeutung und Kunst einer modernen partizipativen Schmerztherapie stehen aktuelle Forschungsansätze sowie alle Facetten der Schmerz-Prävention, -Ätiologie und -Therapie auf der Agenda. Da dürfen Cannabinoide natürlich nicht fehlen. 

Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt

Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag wird 30!

Drei Jahrzehnte Engagement in der Schmerzversorgung. Auf diesen beeindruckenden Zeitraum blickt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) beim diesjährigen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt zurück. Gleichzeitig wirft man einen Blick nach vorne. Vom 7. bis 9. März 2019 treffen sich Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten und andere medizinische Berufsgruppen, um sich bei den zahlreichen Veranstaltungen fortzubilden und neue praxisrelevante Erkenntnisse aus der Schmerzmedizin zu diskutieren.

Individualisierung statt Standardisierung

Passend zum diesjährigen Motto, stellen Experten moderne Behandlungskonzepte vor. Diese sollen den Schmerzpatienten mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Fokus rücken. Präsentiert werden aktuelle DGS-Praxisleitlinien. Dazu gibt es ein DGS-Thesenpapier, das zur aktuellen evidenzbasierten Therapie und den Leitlinien Stellung nimmt. Erstmals in diesem Jahr: der „Thementag Kopfschmerz“. Der DGS-Vorstand die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) ist hier als Partner dabei.

Cannabistherapie und viele offene Fragen

Der Einsatz von Cannabinoiden darf beim Schmerz- und Palliativtag natürlich nicht fehlen. Bei einer eigenen Pressekonferenz wird dieses Thema heiß diskutiert. Vorgestellt wird unter anderem die PraxisLeitlinie „Cannabis in der Schmerztherapie“. Der DGS-Präsident, Dr. med. Johannes Horlemann fordert hier Arzt-Patientenbegegnung auf Augenhöhe. Eine spannende Themenkonferenz, bei der das Team von Leafly.de natürlich dabei ist.

Mediziner brauchen Weiterbildung in Sachen Cannabistherapie

Beim Schmerz- und Palliativtag können sich Mediziner, Apotheker und Fachpersonal in Sachen Cannabistherapie weiterbilden. Vom Einsteiger-Symposium bis zum hochwissenschaftlichen Exkurs ist alles dabei. Besonders unter der Prämisse, dass immer noch viele Ärzte den Einsatz einer Cannabistherapie in Erwägung ziehen, ist dies sehr wichtig.

Beklagte man in 2018 noch die Hürden bei der Cannabisverordnung werden in diesem Jahr viele Fragen rund um den Einsatz von Cannabinoiden gestellt. Hier ist man also einen Schritt weitergekommen. Wir freuen uns auf die Antworten der führenden Schmerz- und Palliativmediziner und Apotheker Deutschlands auf diese Fragen.

Hierum geht es unter anderem:

  • Sind Cannabinoide in der Versorgungsrealität angekommen?
  • Wie kann die Apotheke den Therapiebeginn mit Cannabis unterstützen?
  • Welche Krankheiten können behandelt werden?
  • Gibt es eine pharmakologische Rationale zum differenzierten Einsatz der Cannabinoide?
  • Welche Rolle spielen Tetrahydrocannabinol, Cannabidiol und Co?
  • Liegen klinische Studien oder Daten aus dem klinischen Alltag vor, die uns bei der Therapieentscheidung helfen?
  • Pharmakologie der Cannabinoide: Was ist dran am Hype?
  • Therapeutisches Potenzial von Cannabis – Wissen wir, was wir tun?

Neue Cannabisstudie wird vorgestellt

Besonders gespannt sind wir auf die Ergebnisse der „Medizinisches Cannabis in der Schmerztherapie: 1000 Patienten über 1 Jahr – eine Nicht-Interventionelle Studie“. Vorgestellt wird diese von Dr. med. Michael A. Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga. Wir erhoffen uns einige aussagekräftige Zahlen.

Fachausstellung mit führenden Herstellern

Zu einer solchen Konferenz gehört auch eine passende Fachausstellung. Wir werden beim Schmerz- und Palliativtag die Stände von Bionorica Ethics, Tilray, Spektrum Cannabis, Cannamedical, THC Pharm und Wayland besuchen. Hier hoffen wir auf Antworten zu Fragen, die uns von unseren Lesern gestellt wurden und uns selbst bewegen.

Über die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit mehr als 4.000 Mitgliedern die größte europäische Fachgesellschaft, die sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes einsetzt. Sie ist bundesweit in mehr als 120 regionalen Schmerzzentren organisiert, in denen interdisziplinäre Schmerzkonferenzen veranstaltet werden. Oberstes Ziel der DGS ist die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. organisiert die DGS den jährlich stattfindenden Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main.