Square startet Pilotprojekt für CBD-Shops

Lange Zeit war es für CBD-Unternehmen und Hanf-Händler nicht möglich, ihre Produkte über die Kreditkarten der Kunden abzurechnen. Die Kreditkartenfirmen verweigerten die Zusammenarbeit. Jetzt scheint ein kleines Unternehmen aus den USA Shops mit CBD-Produkten die Abrechnung über Kreditkarten zu ermöglichen.

Square startet Pilotprojekt für CBD-Shops

Unternehmen, die Cannabis-Produkte verkaufen, haben nach wie vor Schwierigkeiten beim Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen, die für Unternehmen in anderen Sektoren verfügbar sind. So arbeiten beispielsweise Mastercard und Visa nicht mehr mit Händlern zusammen, die CBD-Produkte verkaufen. (Leafly.de berichtete.) Offensichtlich sind die Vertragspartner der Kreditkartenfirmen – die Zahlungsanbieter – angewiesen worden, Shops mit CBD-Produkten die Abwicklung zu verweigern. Das Startup Square will den CBD-Shops jetzt mit einem Pilotprojekt helfen.

Startup Square bietet Dienste für CBD-Produkte an

Dieses Problem könnte allerdings jetzt im Rahmen eines neuen Pilotprogramms gelöst werden, das vom Zahlungsabwicklungsdienst Square gestartet wurde.

„Square führt derzeit eine Beta-Version nur für einige CBD-Produkte durch“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens laut dem Forbes Online-Magazin.

Was sind die Gründe für die Einführung des neuen Programms – nach Jahren der Weigerung, mit CBD-Unternehmen zusammenzuarbeiten? Der Sprecher erklärte, dass das Unternehmen die Entwicklung der Politik genau verfolgt und bestrebt sei, neue Möglichkeiten für Kunden zu schaffen.

Wer ist Square?

Square ist ein alternativer Bezahlanbieter aus den USA. Das Unternehmen ermöglicht es den Kunden, Kartenzahlungen über ihre mobilen Geräte durchzuführen. Dabei profitierten bisher vor allem Kleinbetriebe wie Taxifahrer oder Restaurantbetreiber von dem Kreditkartenleser, der einfach an iPhones oder iPads angeschlossen werden kann. Inzwischen gibt es die mobilen Square-Bezahlsysteme auf der ganzen Welt.

Verwirrung über den Rechtsstatus von Hanf

In der letzten Zeit waren amerikanische Politiker dagegen aktiv geworden, dass sich der Zugang zu Finanzprodukten, insbesondere zu Kartendienstleistungen, für Hanf-Unternehmen verschlechtert hat.

„Während einige Finanzinstitute zugestimmt haben, Finanzprodukte für die wachsende Hanfindustrie anzubieten, haben viele dies nicht getan aufgrund von Verwirrung über den Rechtsstatus von Hanf“, schrieben Mitch McConnell, Fraktionsvorsitzender der Republikaner im US-Senat und Ron Wyden von den Demokraten. „Da Hanf jedoch keine kontrollierte Substanz mehr ist, sollten sich die Finanzinstitute sicher fühlen, wenn sie mit dieser Branche zusammenarbeiten.“

Die komplizierte rechtliche Situation in Bezug auf CBD-Produkte hat auch dazu geführt, dass Online-Shops und andere Händler vermehrt CBD-Produkte aus ihrem Angebot verbannt haben – auch in Deutschland.

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