Aktuelle Studie: Medizinalhanf gegen Opioidepidemie

Autor: Alexandra Latour

Verõffentlicht am: 29. November 2017

Geändert am: 29. November 2017

Eine neue Studie der Universität von New Mexico legt den Schluss nahe, dass Medizinalhanf im Kampf gegen die Opioid-Epidemie helfen könnte. Jeden Tag sterben ungefähr 100 Amerikaner an einer Opioid-Überdosierung. Sie sind in den USA die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle.

Aktuelle Studie: Medizinalhanf gegen Opioidepidemie

Eine aktuelle Studie der Universität von New Mexico legt den Schluss nahe, dass Medizinalhanf im Kampf gegen die Opioidepidemie helfen könnte. Jeden Tag sterben ungefähr 100 Amerikaner an einer Opioidüberdosierung. Sie sind in den USA die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle.

Die Studie „Assoziationen zwischen Cannabis als Medizin und verschreibungspflichtigen Opioiden bei chronischen Schmerzpatienten: Eine vorläufige Kohortenstudie“ wurde jetzt in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser vorläufigen Studie zeigen eine starke Korrelation zwischen der Einschreibung in das New Mexico Medical Cannabis Programm (MCP) und der Reduktion des Opioidkonsums. Medizinalhanf könnte so als Alternative zu Opioiden dienen.

An der Studie nahmen 37 Patienten mit chronischen Schmerzen teil, die sich für das Cannabisprogramm des Staates New Mexico entschieden hatten sowie 29 Patienten mit ähnlichen Erkrankungen, die sich jedoch nicht für das Cannabisprogramm anmeldeten. Bei den Probanden, die Cannabis als Medizin verwendeten, konnte eine 47-prozentige Reduktion der täglichen Opioiddosis beobachtet werden. In dem 21-monatigen Beobachtungszeitraum wurde bei den Probanden, die kein Medizinalhanf konsumierten, sogar eine 10-prozentige Zunahme der täglichen Opioiddosierung festgestellt.

Dr. Jacob Miguel Vigil, Leiter der Studie, erklärte zu den Ergebnissen der Studie:

„Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenderen Untersuchung der möglichen Verwendung von Cannabis als Ersatz für Opioidschmerzmittel, insbesondere in Form von placebobasierten, randomisierten kontrollierten Studien und größeren Beobachtungsstudien.“

Weiter führte Vigil aus:

„Wenn Cannabis für zumindest einige Patienten als Alternative zu verschreibungspflichtigen Opioiden dienen kann, könnten Gesetzgeber und die medizinische Gemeinschaft das Cannabisprogramm als ein potenzielles Instrument zur Bekämpfung der aktuellen Opioidepidemie in Erwägung ziehen.“

Bei einer Befragung von Patienten, die an dem medizinischen Cannabisprogramm teilnahmen, berichteten ein Jahr nach der Aufnahme in das Programm von Verbesserungen der Schmerzreduktion, der Lebensqualität und des sozialen Lebens, des Aktivitätsniveaus und der Konzentration sowie wenige negative Nebenwirkungen bei der Verwendung von Cannabis ein Jahr nach der Aufnahme in das Cannabisprogramm.

Quellen:

https://news.unm.edu/news/study-finds-medical-cannabis-is-effective-at-reducing-opioid-addiction

https://www.ganjapreneur.com/university-of-new-mexico-study-finds-mmj-program-enrollees-decrease-opioid-use/

 

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