Thailand: Hanf von Betäubungsmittelliste gestrichen

Thailand will die Entwicklung von medizinischen Cannabisprodukten vorantreiben. Deshalb hat die Regierung jetzt Hanf von der Betäubungsmittelliste gestrichen, damit Unternehmen mit einer Genehmigung den Hanfanbau betreiben können.

Thailand: Hanf von Betäubungsmittelliste gestrichen

Erst vor Kurzem hieß es in den Medien, dass staatliche und private Krankenhäuser bei der FDA in Thailand Cannabisverkaufslizenzen beantragen können (Leafly.de berichtete). Nun soll die thailändische Regierung laut einem Medienbericht Hanf und Hanfextrakte von seiner Betäubungsmittelliste gestrichen haben. Damit will das Land die Entwicklung von Cannabisprodukten für medizinische Zwecke vorantreiben.

Hanf wird vom Amt für Betäubungsmittelkontrolle (ONCB) in Thailand als Cannabis Sativa L Pflanze definiert, deren Blüten und Stängel nicht mehr als 0,5 % THC und deren Samen nicht mehr als 0,3 % THC enthalten.

Hanf – Streichung von der Betäubungsmittelliste

Das Gesundheitsministerium hat die Samen und Öle einiger Hanfpflanzen aus der Betäubungsmittelliste gemäß Kategorie 5 des Betäubungsmittelgesetzes gestrichen. Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul sei zuversichtlich. Er erklärte, dass er glaube, dass die Wirtschaft des Landes von der neuen Ministerialverordnung profitiert. Denn dies ermögliche die Verwendung von Hanföl und Saatgut als Zutaten für lokal hergestellte Medikamente, Lebensmittel und Kosmetika.

Verordnung für Arzneimittel und pflanzliche Produkte

Gemäß der Verordnung dürfen in Arzneimitteln und pflanzlichen Produkten nur Hanfextrakte verwendet werden, die ein Verhältnis von Cannabidiol (CBD) zu Tetrahydrocannabinol (THC) von höchstens 0,01 % bis 0,2 % enthalten. Die Verordnung sieht auch die Verwendung von getrockneter Hanfrinde, Stielen, Fasern und Samen in traditionellen Medizin-, Lebensmittel- und Kosmetikzubereitungen vor.

Erlaubnis für den Hanfanbau

Kürzlich erteilte das Ministerium dem Highland Research and Development Institute die Erlaubnis, lokale Hanfsorten anzubauen. Allerdings nur in den Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Nan, Tak und Phetchabun. Die in diesen Provinzen vorkommenden Hanfstämme sind bekannt für ihre hochwertigen Fasern. Diese eigenen sich besonders gut für Textilindustrie.

Darüber hinaus heißt es in dem Bericht, dass Tares Krassanairawiwong, Generalsekretär der thailändischen FDA, erklärte, dass die FDA ihre Vorschriften ändere, um Unternehmen den Anbau von Hanf als Geldquelle zu ermöglichen. Zudem arbeite die Behörde auch daran, neue Vorschriften für Lebensmittel zu erlassen und Kosmetika, die CBD enthalten.

Der Generalsekretär des ONCB, Niyom Termsrisuk, sprach allerdings eine Warnung aus. So sei es den Menschen immer noch nicht gestattet, Hanfpflanzen anzubauen oder zu besitzen. Obwohl die Pflanze unter bestimmten Bedingungen von der Betäubungsmittelliste gestrichen wurde.

„Hanf ist immer noch ein Betäubungsmittel der Klasse 5 und ihr Anbau, Import, Export, Verkauf, Besitz und/oder Konsum ohne Genehmigung ist illegal“, so Termsrisuk.

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