Können THC und CBD Antidepressiva ersetzen?

Autor: Alexandra Latour

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Die Verschreibungszahl von Antidepressiva hat sich laut einer OECD-Statistik in den letzten elf Jahren verdoppelt. Viel zu schnell greifen nicht nur Psychiater, sondern auch Hausärzte und Ärzte anderer Fachrichtungen zum Rezeptblock. Dabei sind Antidepressiva alles andere als harmlose „Glücksbringer“. Da die Cannabinoide aus der Cannabispflanze eine antidepressive Wirkung entfalten können, stellt sich natürlich die Frage, ob diese ein Antidepressivum ersetzen können.

Können THC und CBD Antidepressiva ersetzen?

Cannabis bei Depressionen – Geschichte

Können THC und CBD Antidepressiva ersetzen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ein paar Jahrhunderte, gar Jahrtausende zurückblicken. Cannabis wird seit Jahrhunderten genutzt, um depressive Verstimmungen und Angstzustände zu behandeln. Bereits im Jahr 1621 erklärte der englische Geistliche Robert Burton, dass Cannabis bei der Behandlung von Depressionen hilfreich sei. Auch in Indien wurde Cannabis bereits vor über 400 Jahren verwendet und britische Ärzte verschrieben im 17. Jahrhundert sehr häufig Cannabis bei einer Depression.

Der britische Arzt JR Reynolds analysierte im Jahr 1890 den Cannabiskonsum der vergangenen 30 Jahre und stellte fest, dass die langfristige Anwendung von Cannabis gegen Depressionen eine positive Wirkung zeigte. Und auch neue Studien geben Hinweise darauf, dass Cannabis in geringen Dosen eine antidepressive Wirkung zeigen. Werden diese Forschungen weiter betrieben, so könnte hieraus vielleicht eines Tages ein wirkungsvolles und nebenwirkungsarmes Antidepressivum entwickelt werden.

Antidepressiva – Mittel gegen Depressionen?

Antidepressiva sind Mittel gegen Depressionen und Angsterkrankungen, die heute eingesetzt werden und häufig in die Kritik geraten. Auch über die Wirksamkeit wird häufig diskutiert. Hinzu kommt, dass Antidepressiva starke Nebenwirkungen haben können und sich beim Absetzen der Medikamente ebenso starke Absetzsymptome zeigen können. Dennoch werden die Medikamente sehr häufig bei einer Depression verschrieben.

Allein die gesetzlichen Krankenkassen gaben in Deutschland im Jahr 2015 mehr als 750 Millionen Euro für Antidepressiva aus, da für immer mehr Menschen die Psychopharmaka das Mittel der Wahl gegen Depressionen und Angstzustände sind. Patienten suchen ihren Vertrauensarzt auf und dieser empfiehlt nach einem kurzen Gespräch ein Antidepressivum. Andere Therapieoptionen wie eine Psychotherapie oder Verhaltenstherapie werden meist nicht in Erwägung gezogen.

Dabei haben zahlreiche Studien Zweifel an der Wirksamkeit von Antidepressiva gesät. Eine Wirksamkeit sei diesen Studien zufolge nur bei einer schweren Depression nachweisbar. Liegt eine leichte oder mittelschwere Depression vor, fühlen sich Betroffene mit der Antidepressiva-Behandlung zwar besser, jedoch nicht besser als diejenigen, die ein Placebo erhielten.

Welche Antidepressiva gibt es?

Bei Antidepressiva erfolgt anhand ihrer chemischen Struktur und der Wirkungsweise auf die jeweiligen Transmittersysteme folgende Einteilung:

Trizyklische Antidepressiva (TZA)

Trizyklische Antidepressiva (z. B. Opipramol, Amitriptilyn oder Doxepin) wirken in unterschiedlicher Stärke am serotonergen sowie am noradrenergen System und besitzen drei Kohlenstoffringe in ihrer chemischen Struktur. Somit greifen die Substanzen in mehrere Neurotransmittersysteme gleichzeitig ein und haben eine beruhigende, stimmungsaufhellende, angstlösende sowie spannungslösende Wirkung. Verordnet werden sie vor allem bei Zwangsstörungen, Angst- und Panikstörungen.

Bei den Nebenwirkungen muss zwischen akuten Nebenwirkungen bei Beginn der Behandlung und chronischen Nebenwirkungen bei einer langfristigen Therapie unterschieden werden. Trizyklische Antidepressiva können folgende akute Nebenwirkungen verursachen:

  • Mundtrockenheit
  • Blasenentleerungsstörungen
  • Tachykardie
  • Orthostase-Syndrom (Blutdruckabfall)
  • Verschlechterung einer bereits bestehenden Herzinsuffizienz
  • Störung des Erregungsleitungssystems des Herzens (T-Wellen im EKG)
  • Bei einer Dauerbehandlung können sich folgende Nebenwirkungen zeigen:
  • Tremor
  • Sehstörungen
  • Verstopfung
  • psychische Alterationen (z. B. delirante Zustände)
  • allergische Reaktionen (seltene Nebenwirkung)
  • Knochenmarksschädigung (seltene Nebenwirkung)
  • Leberschädigung (seltene Nebenwirkung)

Tetrazyklische Antidepressiva

Tetrazyklische Antidepressiva sind recht neue Psychopharmaka, die eine Weiterentwicklung der trizyklischen Antidepressiva sind. Zwar ähneln sich beide Antidepressiva, tetrazyklische Psychopharmaka besitzen jedoch in ihrer chemischen Struktur vier statt drei Kohlenstoffringe auf.

Außerdem werden tetrazyklische Antidepressiva der Gruppe der noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva (NaSSA) zugeordnet, da sie stärke auf den Noradrenalin-Stoffwechsel wirken. Das Medikament Mirtazapin gehört zu dieser Gruppe, dessen Wirkung auf den postsynaptischen 5-HT2- und 5-HT3-Rezeptoren beruht.

Auch tetrazyklische Antidepressiva können Nebenwirkungen haben. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

Als gelegentliche Nebenwirkungen werden genannt:

  • Alpträume
  • Unruhe
  • Angstzustände
  • nervliche Missempfindungen
  • Empfindungslosigkeit im Mund

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

SSRI gehören zu den neuen Antidepressiva, die in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen. Die stimmungsaufhellende Wirkung tritt bei SSRI allerdings erst nach etwa zwei Wochen ein. Verordnet werden die Antidepressiva (z. B. Citalopram, Sertralin, Escitalopram) gegen Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen. Ebenso werden sie bei psychischen Erkrankungen wie einer Borderline Persönlichkeitsstörung oder bipolaren Störung eingesetzt.

Im Vergleich zu anderen Medikamenten gegen Depressionen sollen SSRI weniger Nebenwirkungen besitzen. Dennoch kann es zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen zu Beginn der Behandlung kommen. Hinzu kommt, dass SSRI irreversible Sexualdysfunktionen wie erektile Dysfunktion oder Anorgasmie auslösen.

Außerdem besteht bei einer langfristigen Antidepressiva-Behandlung die Gefahr, dass sich eine Osteoporose bildet, da Serotonin auf die Osteoklasten und Osteoblasten wirkt. Weitaus gefährlicher ist jedoch, dass sich das Suizidrisiko durch die Einnahme von SSRI erhöhen kann. Entsprechende Hinweise mussten in den Beipackzetteln aufgenommen werden.

Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)

SSNRIs greifen in den Serotonin- und Noradrenalin-Stoffwechsel ein. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise der Wirkstoff Venlafaxin, der seine antidepressive Wirkung im zentralen Nervensystem entfaltet. Zudem werden SSNRIs auch gegen Angststörungen und Panikzustände verordnet.

Häufig wird angegeben, dass die Nebenwirkungen bei SSNRIs im Vergleich zu anderen Antidepressiva schwächer ausfallen. Sie können aber dennoch Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Schwäche und Übelkeit auslösen.

Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

MAO-Hemmer werden als Mittel gegen Depressionen eingesetzt und entfalten ihre Wirkung, indem sie die Monoaminooxidasen blockieren. Hierbei handelt es sich um Enzyme, die Monoamine wie Noradrenalin, Dopamin und Serotonin aufspalten und die Signalübertragung im Gehirn reduzieren. Da MAO-Hemmer die Abbauenzyme hemmen, erhöht sich die Monoamin-Konzentration. Zum Einsatz kommen MAO-Hemmer in der Regel nur bei schweren, atypischen Depressionen, wenn andere Antidepressiva versagt haben.

Bei der Einnahme von MAO-Hemmern können gravierende Nebenwirkungen auftreten wie Bluthochdruck, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und Schwindel. Außerdem müssen Patienten, die MAO-Hemmer einnehmen, eine strenge Diät einhalten. Nahrungsmittel wie beispielsweise Rotwein, Schokolade oder Weintrauben können lebensgefährliche Folgen haben.

Was bewirken Antidepressiva?

Wenn es um die Wirksamkeit von Antidepressiva geht, wird häufig eine große Meta-Analyse aus dem Jahr 2008 zitiert. Auf der Grundlage von 35 veröffentlichten und unveröffentlichten Studien der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA kam man zu dem Ergebnis, dass auch die neueren Medikamente gegen Depressionen nicht besser wirken als Placebos und allenfalls bei sehr schweren Depressionen eine Wirkung entfalten.

Die unterschiedlichen Antidepressiva wurden in zahlreichen Studien miteinander verglichen. Für Patienten, die an mittelschweren bis schweren Depressionen leiden, zeigen die Studien:

  • Bei 20 bis 40 von 100 Betroffenen, die Placebos einnahmen, besserten sich die depressiven Symptome innerhalb von sechs bis acht Wochen.
  • Bei 40 bis 60 Betroffenen, die ein Antidepressivum erhielten, besserte sich die Symptomatik innerhalb von sechs bis achten Wochen.

Das bedeutet, dass sich nur bei zusätzlich 20 Patienten, die ein Antidepressivum erhielten, eine Besserung zeigte.

Interessant ist auch eine Studie aus dem Jahr 2001, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Die Antidepressiva Paroxetin und Imipramin wurden hier für Jugendliche als sehr wirksam eingestuft. Jedoch wurden bei dieser Studie Daten verschwiegen und verfälscht.

Finanziert wurde die Studie von dem Pharmaunternehmen Glaxo-Smith-Kline (ehemals Smith-Kline-Beecham). Bei 275 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren wurden die beiden Antidepressiva Paroxetin und Imipramin mit einem Scheinmedikament verglichen. Im Ergebnis hieß es, dass die Medikamente generell gut verträglich und wirksam gewesen seien.

Erst nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurden die lange zurückgehaltenen Originaldaten stückchenweise freigegeben. Forscher aus den USA und Großbritannien zeigen, dass Imipramin und Paroxetin nicht wirksamer sind als die Gabe eines Placebos. Auch von einer „guten“ Verträglichkeit kann nicht gesprochen werden, da beide Medikamente starke Nebenwirkungen auslösten. So führte Paroxetin zu Suizidneigung, Verhaltensauffälligkeiten sowie weiteren schweren Einschränkungen. Imipramin löste zudem Herzrhythmusstörungen aus.

Machen Antidepressiva abhängig?

Antidepressiva machen nicht wie Alkohol oder Heroin abhängig. Dennoch löst das abrupte Absetzen der Medikamente Entzugserscheinungen auf, was Mediziner als Absetzsyndrom beschreiben. Warum sich diese äußern lässt sich am einfachsten anhand der SSRI erklären. Diese Medikamente blockieren den Serotonin-Transport, wodurch eine Nervenzelle, die Serotonin ausgeschüttet hat, diesen Botenstoff nicht mehr aufnehmen kann.

Infolge dessen erhöht sich im synaptischen Spalt die Serotonin-Konzentration zwischen zwei Nervenzellen. Die Rezeptoren werden dadurch herunterreguliert, weshalb ihre Anzahl sowie ihre Empfindlichkeit für Serotonin abnehmen. Beim Absetzen des Medikamentes wird der Serotonin-Transporter nicht mehr blockiert, sodass die Nervenzellen wieder vermehrt Serotonin aufnehmen können.

Nun sinkt der Serotonin-Anteil relativ plötzlich. Bis sich die Rezeptoren wieder verändert haben, kann es Tage bis Wochen dauern und dieses Ungleichgewicht führt zu Absetzsymptomen wie Schwindel, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, motorische Störungen, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen. In Einzelfällen können die Absetzsymptome sogar Depressionen auslösen und Suizidgedanken fördern. Deshalb müssen Antidepressiva „ausgeschlichen“ werden. Das heißt, dass die Dosis über einen längeren Zeitraum immer weiter reduziert wird.

Natürliche Antidepressiva: Cannabis?

Studien können belegen, dass Cannabis in niedrigen Dosen eine antidepressive Wirkung entfalten kann. Ähnlich wie bei den SSRI erhöht das Cannabinoid THC die Serotonin-Konzentration im Gehirn. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Wirkungsmechanismus darauf zurückführen ist, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze den körpereigenen Cannabinoiden in ihrer Struktur ähneln.

Der Körper schüttet Endocannabinoide beispielsweise aus, wenn Schmerzen oder Stress erlebt wird. Um mit dem Gehirn zu interagieren, verfügt der Körper über Cannabinoidrezeptoren. Man geht davon aus, dass der Cannabinoidrezeptor CB1 einen direkten Einfluss auf die Serotoninproduktion im Gehirn besitzt.

Nennenswert ist hier vor allem eine Studie von der McGill University in Montréal. Forscher fanden hier heraus, dass geringe Dosen THC den Serotonin-Gehalt vermehren und dass höhere THC-Dosen den Serotoninspiegel gesenkt haben.

In einem Experiment zwangen sie Laborratten 15 Minuten lang zum Schwimmen. Wenn ihnen das synthetisch hergestellte Cannabinoid WIN55,212-2 verabreicht wurde, schwammen die Ratten deutlich länger und suchten nach einem Ausweg. Hingegen gaben die Ratten ohne die Cannabinoid-Verabreichung schneller auf. Auch der Serotoninspiegel war bei den Ratten, die Cannabinoide erhielten, wesentlich höher. Das galt jedoch nur für geringe Cannabinoid-Dosen. Der Effekt kehrte sich um, wenn den Ratten eine höhere Cannabinoid-Dosis verabreicht wurde.

Niederländische Forscher konzentrierten sich im Rahmen einer Studie auf die Effekte des THC bei der Verarbeitung von Emotionen mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT). Den Probanden wurden verschiedene Gesichter gezeigt. Anschließend mussten die Probanden bewerten, ob die Gesichter glücklich oder ängstlich waren.

Die Probanden, die THC erhielten, konnten negative Emotionen weniger genau beschreiben als die Placebo-Gruppe. Die Forscher schlussfolgerten daraus, dass THC die Gehirnaktivität auf negative Reize verringert, nicht aber auf positive Reize. Die Studienautoren erklärten, dass man nach einer neuen Klasse Antidepressiva fahnden wolle, die auf diesem Wirkprinzip beruhen.

Darüber hinaus existieren auch Studien, die sich mit dem Cannabinoid Cannabidiol (CBD) beschäftigten. CBD ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid der Cannabispflanze und Forscher der Federal University Rio de Janeiro untersuchten die angstlösende und antidepressive Wirkung an Tiermodellen. Auch hier konnten positive Ergebnisse erzielt werden. Zum gleichen Ergebnis kamen auch Forscher der Universidad de Cantabria in Spanien. Im Ergebnis heißt es, dass CBD gegen Depressionen hilfreich sein könnte, da es an den Serotonin-Rezeptor (5-HT1A) im Gehirn andockt.

Es ist zu hoffen, dass die Forschungen weitergeführt werden, um die genauen Wirkmechanismen und ggf. Einsatzmöglichkeiten von Cannabis bei der Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen herauszufinden.

 

Quellen:

Deutsches Ärzteblatt, 2013, „OECD-Bericht: Antidepressiva-Versordnungen steigen

Deutsches Ärzteblatt, 2008, „Meta-Analyse: Antidepressiva nur bei schwersten Depressionen wirksam

School of Medical Sciences, Bangor University, Bangor, Wales, UK, Emory University, Atlanta, Georgia, USA, Joanna Le Noury, John M Nardo et al., 2015, “Restoring Study 329: efficacy and harms of paroxetine and imipramine in treatment of major depression in adolescence

Neurobiological Psychiatry Unit, Dept. Psychiatry, McGill University, Montréal, Québec, Canada, Gobbi G., et al., 2012, “Effect of delta-9-tetrahydrocannabinol on behavioral despair and on pre- and postsynaptic serotonergic transmission

Department of Internal Medicine, Jagiellonian University Medical College, Skawińska 8, PL 31-066 Kraków, Poland; Department of Toxicology, Faculty of Pharmacy, Medical College, Jagiellonian University, Medyczna 9, PL 30-688 Kraków, Poland, Smaga I1 et al., 2017, “Changes in the cannabinoids receptors in rats following treatment with antidepressants

Institute of Psychiatry – Federal University of Rio de Janeiro. Laboratory of Panic and Respiration. Rua Visconde de Piraja, 407/702, Rio de Janeiro, RJ. CEP 22410-003, Brazil, de Mello Schier AR et al., 2014, „Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa

Instituto de Biomedicina y Biotecnología de Cantabria, IBBTEC (Universidad de Cantabria, CSIC, SODERCAN), Departamento de Fisiología y Farmacología, Universidad de Cantabria, 39011 Santander, Spain, Linge R1 et al., 2016, “Cannabidiol induces rapid-acting antidepressant-like effects and enhances cortical 5-HT/glutamate neurotransmission: role of 5-HT1A receptors

 

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