Ukraine erteilt Cannabisunternehmen die erste Lizenz

Autor: Alexandra Latour

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Als erstes internationales Unternehmen hat jetzt die kanadische C21 Investments Inc. eine Lizenz für den Import sowie den Verkauf seiner Cannabisprodukte in der Ukraine erhalten.

Ukraine erteilt Cannabisunternehmen die erste Lizenz

Der State Service of Ukraine on Medicines and Drugs Control hat einem Medienbericht zufolge dem kanadischen Cannabisproduzenten C21 Investments Inc. mit Sitz in Vancouver offiziell eine Erlaubnis erteilt, um CBD-Extrakte und -Produkte zu importieren. Zudem plant das Unternehmen die Beantragung einer Erlaubnis zum Anbau von Cannabis in der Ukraine.

Ukraine ist nur der Anfang

„Wir planen die Eröffnung eines europäischen Büros in Amsterdam und/oder London. Unsere internationale Markenlizenz wird höchstwahrscheinlich außerhalb Irlands angesiedelt sein, aber das wird derzeit überprüft. Wir prüfen weiter die Möglichkeiten in Asien und Südamerika, während unser Fokus vor allem auf der weiteren Expansion in den USA liegt“, führte CEO und Präsident von C21 namens Robert Cheney zu den Expansionsplänen aus.

Weiter heißt es, dass C21 mit der Genehmigung für den Betrieb in der Ukraine seine Aktivitäten in Europa ausweiten will. Zwar ist die Ukraine kein Mitglied der Europäischen Union, die Regierung strebt jedoch eine Vollmitgliedschaft an.

Im Jahr 2014 unterzeichnete Kiew bereits ein Assoziierungsabkommen mit Brüssel, sodass der Handel mit der Europäischen Union leichter ist. Zudem können Ukrainer seit letztem Jahr ohne Visum in EU-Länder einreisen.

Veränderungen auf dem Cannabismarkt

In den meisten EU-Ländern ist Cannabis illegal. Dennoch sind einige Länder zur Entkriminalisierung übergegangen. Ebenso sind mittlerweile auch CBD-Produkte mit geringem THC-Gehalt in vielen Ländern erlaubt. Weltweit wird darüber hinaus in immer mehr Ländern Medizinalhanf freigegeben.

„Die Legalisierung geschieht in einem viel schnelleren Tempo als erwartet, selbst im Vergleich zu sagen, vor 12 Monaten. Der Markt wird sich verändern, wenn sich die dominanten Produkte von der Blume zu verarbeiteten und verbraucherfreundlicheren Produktformaten wie Vape, Kapseln und Lifestyle-Produkten entwickeln“, führte Cheney aus.

Nach Uruguay war Kanada die zweite Nation, die Cannabis für Freizeitzwecke legalisiert hat (Leafly berichtete). Auch die aktuellen Halbzeitwahlen in den USA gelten als Zeichen für die internationale Legalisierungsbewegung. So ist Michigan der zehnte US-Bundesstaat, in dem der Freizeitkonsum von Cannabis legalisiert wurde. Des Weiteren schlossen sich die US-Bundesstaaten Missouri und Uta an über 30 Staaten an, die die Verwendung von Medizinalcannabis legalisiert haben.

Dennoch bleibt Cannabis nach dem Bundesrecht eine illegale Droge, obwohl die Cannabisaktivisten hoffen, dass sich dies zukünftig ändern wird.

Steve Hawkins, Geschäftsführer des Marihuana Policy Project, führte nach den Wahlergebnissen vom Dienstag in einer Erklärung aus:

„Dies ist noch eine weitere historische Wahl für die Bewegung, um das Marihuana-Verbot zu beenden. Marihuana ist jetzt für den Gebrauch durch Erwachsene in einem von fünf Staaten legalisiert. Also denke ich, dass es sicher ist zu sagen, dass Bundesgesetze ein Update benötigen. Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Wahl den Kongress inspirieren werden, endlich die Spannung anzugehen, die zwischen den staatlichen und bundesstaatlichen Marihuana-Gesetzen in unserer Nation besteht.“

 

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

 

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