Universität entwickelt Anti-Aging-Creme mit CBD

Ein australisches Cannabisunternehmen plant gemeinsam mit der University of Technology Sydney die Entwicklung einer Anti-Aging-Creme mit CBD. Beide hoffen, dass die Forschungsergebnisse auch für den medizinischen Bereich interessant sind.

Universität entwickelt Anti-Aging-Creme mit CBD

Die University of Technology Sydney (UTS) und das an der australischen Börse gelistete Cannabisunternehmen Bod Australia haben jetzt die Ergebnisse ihrer Forschungspartnerschaft veröffentlicht. Im Rahmen der dreijährigen Forschung entdeckten die Wissenschaftler eine Familie von Proteinen in menschlichen Zellen, die womöglich als Anti-Aging-Wirkstoff eingesetzt werden können.

Laut einem Bericht will das Cannabisunternehmen Bod und die UTS die Kombination dieser Proteine mit CBD in einer topischen Anti-Aging-Creme untersuchen. Adele Hosseini, wissenschaftliche Leiterin bei Bod Australia, erklärte, dass die Proteine vermutlich zwei Eigenschaften besitzen. Zum einem könnten sie als Antioxidans wirken und zum anderen dabei helfen, dass der Körper das CBD besser aufnehmen kann.

Anti-Aging-Creme mit CBD: Forschung steht noch am Anfang

Weiter heißt es in dem Bericht, dass sich die Forschung noch in einem frühen Stadium befindet. Zudem wolle Hosseini die kommerziellen Bedingungen der Partnerschaft mit der UTS nicht bekannt geben. Denn die Ergebnisse der Forschung könnten auch andere Anwendungsfelder betreffen.

„Hautpflege ist in jedem Alter sehr beliebt. Wir beschränken uns also nicht auf eine bestimmte Altersgruppe“, so Hosseini.

Darüber hinaus hofft Hosseini, dass die Forschungsergebnisse nicht nur für Verbraucherprodukte, sondern auch für den therapeutischen Bereich interessant sind.

Australien: Cannabisanbau für wissenschaftliche Zwecke erlaubt

In Australien hat die Regierung den Anbau von Cannabis für medizinische oder wissenschaftliche Zwecke legalisiert. Hosseini zufolge, sei die Cannabisregulierung in Australien „ziemlich dynamisch“ und ändere sich von Tag zu Tag. Gleichzeitig erwähnte sie, dass verschiedene Regeln gelockert werden sollten.

„Wir sind insbesondere der Meinung, dass die Regeln für nicht-psychoaktive Cannabinoide viel weiter gelockert werden müssen, da sich eindeutig herausgestellt hat, dass sie weniger Nebenwirkungen haben. Und es kann einer breiten Gruppe von Patienten und Menschen im Allgemeinen zugutekommen“, erklärte Hosseini.

Die Partnerschaft zwischen der UTS und Bod Australia ist ein Zeichen für den wachsenden Cannabismarkt in Australien. Bereits Anfang Juli gab es die Meldung, dass zwei australische Cannabisunternehmen gemeinsam mit der Curtin Universität die Wirksamkeit von den eigens entwickelten Cannabispflastern untersuchen wollen (Leafly.de berichtete).

 

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