US-Staatliches Krebsforschungsinstitut bestätigt stillschweigend, dass Cannabis Krebszellen abtötet

Autor: Leafly Redaktion

Verõffentlicht am: 1. Juni 2017

Geändert am: 30. November 2017

US-Staatliches Krebsforschungsinstitut bestätigt stillschweigend, dass Cannabis Krebszellen abtötet

Das National Cancer Institute (NCI)ist eine von der US-Regierung beauftragte Einrichtung mit der Aufgabe, die Bevölkerung über Krebs und den aktuellen Stand der Forschung aufzuklären. Auf der eigenen Website bezeichnet sich das NCI als „wichtigste Einrichtung der US-Regierung im Bereich der Krebsforschung.“ Vor kurzem hat das NCI beinahe unbemerkt eingeräumt, dass bei einem Laborversuch Krebszellen durch Cannabis zerstörtabgetötet wurden.

Cannabis hat im Rahmen eines Laborversuchs nachweislich Krebszellen abgetötet

Der Webauftritt des NCI enthält einen Abschnitt mit einem grundlegenden Überblick über das Wesen von Cannabis und darüber, wie Cannabinoide im menschlichen Körper bzw. gegen Krankheiten wirken. Ein Punkt fällt dabei besonders auf: „Cannabis hat im Rahmen eines Laborversuchs nachweislich Krebszellen abgetötet (siehe Frage 6).“ In „Frage 6“ geht es darum, ob bereits präklinische Untersuchungen unter Verwendung von Cannabis oder Cannabinoiden durchgeführt wurden. Auf der Website wird auf durchgeführte Versuche an Mäusen und Ratten verwiesen.

Die Ergebnisse lassen schließen, dass Cannabinoide das Wachstum von Tumoren verhindern können, indem sie Zellen abtöten, das Zellwachstum blockieren und die Entwicklung von Blutgefäßen hemmen, die Tumore für ihr Wachstum benötigen.

Außerdem enthält die Website Verweise auf weitere Studien, deren Ergebnisse nachstehend zusammengefasst sind:

  • Cannabinoide können aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung auf den Darm das Risiko von Darmkrebs reduzieren.
  • Delta-9-THC beschädigt oder tötet Leberkrebszellen.
  • Delta-9-THC hat eine antitumorale Wirkung.
  • CBD bewirkte das Absterben von Brustkrebszellen ohne signifikante Auswirkungen auf die normalen/gesunden Brustzellen.
  • Wenn CBD im Rahmen der Chemotherapie verabreicht wird, kann es die Wirksamkeit der Therapie erhöhen und ohne Schädigung der normalen/gesunden Zellen, das Absterben der Krebszellen beschleunigen.

Zudem bestätigte das NCI folgende positiven Wirkungen von Cannabis:

  • Anregung des Appetits
  • Schmerzlinderung
  • Linderung von Übelkeit und Brechreiz
  • Linderung von Angstzuständen
  • Verbesserung der Schlafqualität

Studienergebnisse sind vielversprechend – US-Regierung verweigert Einsatz von Cannabis zur Behandlung von Krebs

Trotz der vielversprechenden Forschungsergebnisse erklärte das NCI, dass die US-amerikanische Lebensmittelbehörde (FDA, Food and Drug Administration) Cannabis zur alternativen Krebstherpaie von Krebs nicht genehmigt. Weiterhin sind für die Behandlung von Übelkeit und Brechreiz nach chemotherapeutischer Behandlung lediglich zwei Cannabinoide (Dronabinol und Nabilon) zugelassen.

Aufgrund der Tatsache, dass Cannabis nachweislich gegen Krebs hilft, sollte die Forschung und Entwicklung von medizinischem Cannabis weiter vorangetrieben werden, um viele Patienten von dieser gefährlichen Krankheit zu befreien.

Ähnliche Artikel

Cannabis als Medizin bei Asthma

Cannabis als Medizin bei Asthma

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Atemwegserkrankung. Infolge einer chronischen Entzündung verengen sich die Atemwege und die Schleimproduktion wird angeregt. Asthmatiker leiden typischerweise unter Hustenanfällen, Atemnot und einer pfeifenden Atmung. Häufig leiden Betroffene auch unter wiederkehrenden oder chronischen Atemwegsinfektionen, die die Asthmaerkrankung verschlimmern. Schon vor Jahrtausenden wurde Cannabis zur Behandlung von Atemwegserkrankungen angewendet. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts empfahlen Mediziner ebenfalls ihren Patienten Cannabis, wenn sie unter Asthma litten. Laut den Studien aus den 70er Jahren und auch den aktuellen Studien können die Cannabinoide aus der Cannabispflanze bei Asthmatikern genauso Bronchien erweiternd wirken wie klassische Asthmamedikamente. Die genauen Asthma Ursachen sind mehr…

Cannabis ist nach wie vor Droge Nummer Eins in Deutschland: Grüne fordern neue Drogenpolitik

Cannabis ist nach wie vor

Cannabis ist unverändert die am häufigsten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen wie Erwachsenen in Deutschland. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben 7,3 Prozent an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 64-Jährigen waren es 6,1 Prozent. Über die letzten 25 Jahre hinweg zeigt der Cannabiskonsum in der Bevölkerung einen insgesamt zunehmenden Trend. Der Jahresbericht der Bundesregierung zur Drogensituation in Deutschland – früher bekannt unter dem Namen „REITOX-Bericht“ – ist das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen. Er wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht verfasst. Dr. Kirsten Kappert-Gonther von mehr…

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Interdisziplinäres Forschen zu Cannabis in Merseburg – Vorbild Kalifornien Dr. Gundula Barsch, Professorin an der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut ins Leben rufen – das erste seiner Art in Deutschland. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich Ende November Experten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen zu einem Kick-off-Meeting zusammengefunden. Vorbild des geplanten Cannabisinstituts ist das HiiMR, Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research, in Arcata (Kalifornien). Professorin Dr. Barsch, die Expertin auf dem dem Gebiet der Drogenforschung ist, verbrachte hier ein Forschungssemester. Aber auch Neugründungen wie das mehr…

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland

Verschreibungspflichtige Cannabismedikamente, die in Deutschland erhältlich sind         Cannabisblüten verschiedener Importeure         Canemes-Tabletten (Wirkstoff: Nabilon)         Sativex Mundspray (Wirkstoff: Naxibimol)         Dronabinol (THC-Öl)         Cannabis-Vollspektrum-Extrakte Tilray THC25 und THC10:CBD10 Cannabissorten, Cannabisblüten Wir möchten zunächst auf die medizinischen Cannabissorten eingehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Cannabisagentur eingerichtet, die den staatlich kontrollierten Cannabisanbau in Deutschland überwachsen soll. Jedoch ist vor den Jahren 2019/2020 nicht damit zu rechnen, dass Cannabisblüten auf den Markt kommen, weshalb diese von verschiedenen Unternehmen nach Deutschland importiert werden müssen. Abgegeben werden die Cannabisblüten in den Apotheken in Dosen von 5 oder 10 Gramm. Folgende Cannabissorten sind erhältlich: Cannabissorte THC-Gehalt mehr…

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht

Die WHO entschied, dass internationale Verbote gegen reines Cannabidiol nicht gerechtfertigt sind, da sie keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Sachverständigenausschuss kam im November 2017 zusammen, um mehrere psychoaktive Substanzen zu bewerten. Ein vollständiger Überblick über Cannabidiol, von dem man annimmt, dass es medizinisch genutzt wird, wurde auf Mai 2018 verschoben. Dann werden auch CBD-Extrakte unter die Lupe genommen. Leafly.de berichtete. Aufgrund des zunehmenden weltweiten Interesses, Cannabis und seine Wirkstoffe (Cannabinoide) als Medizinprodukte zu verwenden, hat die WHO damit begonnen, wissenschaftliche Beweise zu sammeln, um zu entscheiden, ob diese Substanzen unter internationale Kontrolle gestellt werden sollen. Der Novemberausschussbericht mehr…