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USA: Cannabis-Kampagne für die öffentliche Gesundheit

Leafly: Alexandra Latour Autor:
Alexandra Latour

US-Beamte kündigten jetzt eine Cannabis-Kampagne an. Denn der Konsum von Cannabis für Freizeitzwecke sei risikoreicher als früher. Zum einen sei der Zugang leichter und zum anderen steige der THC-Gehalt in Cannabis.

USA: Cannabis-Kampagne für die öffentliche Gesundheit

Der Leiter des United States Public Health Service namens Jerome Adams und der Gesundheitsminister Alex Azar haben jetzt eine Cannabis-Kampagne bzw. Sensibilisierungskampagne für Cannabis angekündigt. Laut einem Bericht der Washington Post ist der Cannabiskonsum „risikoreicher als je zuvor“ bei erhöhtem Zugang und höherer Potenz.

Trump finanziert Cannabis-Kampagne

Die Cannabis-Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit wird von Präsident Donald Trump finanziert. Einem Bericht zufolge soll er dafür sein volles Gehalt von 100.000 US-Dollar für das zweite Quartal gespendet haben.

THC-Gehalt in Cannabis für Freizeitzwecke steigt

Weiter heißt es in dem Bericht, dass Adams darauf hinwies, dass die durchschnittliche Potenz von Cannabisblüten im Jahr 1995 etwa vier Prozent betrug. Inzwischen liege die Potenz zwischen 12 und 25 Prozent. Cannabiskonzentrate könnten sogar 80 Prozent oder 90 Prozent.

Anfang dieses Jahres zeigten sich bereits Forscher des Kings College London schon besorgt über den steigenden THC-Gehalt in Cannabis für Freizeitzwecke (Leafly.de berichtete). Nach ihren Ergebnissen sei Cannabis zweimal so stark wie im Jahr 2006. Der durchschnittlich THC-Gehalt sei in Europa von mehr als acht Prozent im Jahr 2006 auf über 17 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

Den Grund für den Anstieg sahen die Forscher darin, dass in europäischen und benachbarten Ländern immer häufiger Cannabissorten angebaut werden, die einen sehr hohen THC-Gehalt aufweisen. Das bedeute, dass die Nutzer zwar ihre gewohnte Menge Cannabis konsumieren, jedoch mehr THC aufnehmen. Infolge dessen steige das Risiko für Angstzustände sowie psychoseähnliche Zustände.

Azar befürwortet Forschung über Risiken und Vorteile

Gesundheitsminister Azar führte aus, dass er die zunehmende Erforschung der Risiken und potenziellen Vorteile von Cannabis durch die Bundesregierung unterstütze. Erst vor Kurzem kündigte die Drug Enforcement Administration an, die Cannabisforschung voranzutreiben und einige ausstehende Forschungsanträge zu genehmigen.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass sich die Gesetze einiger Bundesstaaten zu Cannabis möglicherweise geändert haben. Aber die Wissenschaft hat sich noch nicht verändert. Auch das Bundesgesetz nicht,“ so Azar.

Dem Bericht zufolge ist der Gesundheitsbericht nur der zweite, den Adams herausgegeben hat. Sein erster Bericht kam im Dezember und richtete sich an E-Zigaretten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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