USA-Studie zeigt: Cannabispatienten sparen Geld

Autor: Alexandra Latour

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Immer wieder wird über die Opioid-Krise in den USA berichtet. Eine kleine Studie hat jetzt gezeigt, dass Patienten, die Medizinalhanf nutzen, weniger Schmerzmittel benötigen und somit auch Kosten einsparen.

USA-Studie zeigt: Cannabispatienten sparen Geld

An der Studie in den USA mit dem Titel „Vorläufige Bewertung der Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten im Zusammenhang mit der Behandlung von chronischen Schmerzen mit medizinischem Cannabis“ der University of Buffalo School of Pharmacy und GPI Clinical Research in New York nahmen 29 Cannabispatienten teil, die starke Schmerzmittel wie Opioide einnahmen.

Hiervon litten 20 Patienten unter Rückenmarksgewebeschäden, 3 unter Neuropathien, 2 unter dem Reizdarmsyndrom, ein Patient unter Parkinson und 3 Patienten waren an Krebs erkrankt. 55 Prozent der Studienteilnehmer war weiblich.

Nach der dreimonatigen Studienzeit kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die monatlichen Kosten für starke Schmerzmittel, insbesondere Opioide und Fentanylpflaster, um 32 Prozent gesunken sind, nachdem die Patienten begonnen hatten, Medizinalhanf zu verwenden.

Weiter berichteten die Cannabispatienten, dass sich die Lebensqualität deutlich verbessert hatte, die Schmerzen reduziert und Kosten eingespart wurden. Ein Erfolg auf ganzer Linie also.

Zahl der abgegebenen Opioid-Mengen geht in den USA zurück

Im April 2018 berichtete Leafly.de bereits, dass die Zahl der abgegebenen Opioid-Mengen in den USA zurückgegangen ist. Im Jahr 2017 waren es im Durchschnitt rund 12 Prozent weniger als im Jahr 2016 laut dem Informationsdienstleister Iqvia. Weiter heißt es, dass dies der größte Rückgang der Verordnungszahlen in den vergangenen 25 Jahren sei.

Die Studie „Medicine Use and Spending in the U.S.: A Review of 2017 and Outlook to 2022“ hatte gezeigt, dass das Opioid-Verordnungsvolumen seit dem Jahr 1992 kontinuierlich angestiegen ist bis zum Jahr 2011.

Dieses Volumen sank dann jährlich um ungefähr vier Prozent. Die Neuverschreibungen beim Schmerzmanagement gingen um acht Prozent zurück. Hingegen verdoppelten sich die Verordnungszahlen zur Behandlung von Opioid-Abhängigkeit auf 82.000 pro Monat.

Die Regierung der USA ist noch weit entfernt davon die Opioid-Krise in den Griff zu bekommen. Doch unter der Bevölkerung und auch der Ärzteschaft scheint sich immer mehr Bereitschaft für neue und alternative Behandlungsmethoden zu bilden. Der Einsatz von Cannabis als Medizin ist eine von vielen Möglichkeiten der Krise zu begegnen und den Patienten in den USA zu helfen.

 

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