Virginia: Neue Cannabisverordnung

In Virginia sind jetzt neue Gesetze, die den Zugang zu Medizinalcannabis und dessen therapeutischen Wert erweitern, am 1. Juli 2019 in Kraft getreten.

Virginia: Neue Cannabisverordnung

Erst vor Kurzem gab es spannende Neuigkeiten aus den USA. So hatte der Bundesstaat Illinois nach etlichen Debatten in den Parlamentskammern und Senatsausschüssen Cannabis für Freizeitzwecke legalisiert (Leafly.de berichtete). Nun können sich auch Cannabispatienten in Virginia auf eine größere Auswahl an Cannabis- Produkten freuen. Dank der Senatsverordnung 1557  sind  diese nun in voller therapeutischer Stärke erhältlich. Bisher konnten Patienten in Virginia nur an Cannabis- Öle kommen. Mit dem neuen Gesetzesentwurf sind zukünftig auch Kapseln, Topicals, Lutschtabletten und Zäpfchen mit einer Zugabe von jeweils bis zu 10 Milligramm THC zulässig.

„Das Gesetz aus dem Jahr 2018 erlaubt es Ärzten, Medizinalcannabis für ihre Patienten zu empfehlen. Und zwar so, wie sie es für richtig halten. In diesem Jahr lag mein Schwerpunkt auf Programmverbesserungen, um sowohl den Zugang als auch den therapeutischen Wert von Cannabis zu erweitern. Das dient der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Anwohner Virginias,“ erklärte Senator Dunnevant laut einem Medienbericht.

Zugang für Patienten erleichtert

Eine weitere Erleichterung schafft die Gesetzesverordnung auch in Bezug auf die Ausstellung von Bescheinigungen für Medizinalcannabis. Seit dem 1. Juli 2019 können sich auch Krankenschwestern und Arzthelfer beim Apothekenausschuss registrieren, um den Patienten die notwendigen schriftlichen Bescheinigungen für Medizinalcannabis auszustellen.

In einer vorherigen Senatsverordnung wurden bereits sogenannte „registrierte Vertreter“ hinzugefügt. Diese unterstützen bettlägerige Patienten dabei, an ihr Medizinalcannabis zu kommen. Somit wird den Patienten ein besserer Zugang zu den von ihnen benötigten Medikamenten gesichert. In dem Bericht heißt es weiter, dass dies ein Schlüsselelement für den Erfolg des Gesundheitssystems sei.

Es sind Patienten wie Tamara Lyn Netzel, eine Lehrerin aus Alexandria, die an Multipler Sklerose leidet und von dieser Gesetzgebung profitiert.

„Multiple Sklerose ist eine degenerative Erkrankung mit schweren Symptomen, die kommen und gehen. Also habe ich irgendwann akzeptiert, dass ich vielleicht nicht mehr sicher Auto fahren oder mein Haus verlassen kann. Es ist beruhigend zu wissen, dass ich meinen Mann trotzdem schicken kann, um die Medizin zu holen, die ich brauche“, erklärte Netzel.

Virginia: Vorreiter für weiter US-Bundesstaaten

Der Senat Virginias hat des Weiteren versichert, sich kontinuierlich zu bemühen, die patientenorientierte medizinische Cannabispolitik voranzutreiben. Denn so könnte man für andere Bundesstaaten ein gutes Vorbild sein.

„Virginia geht in die richtige Richtung, um sicherzustellen, dass Patienten und Ärzte die für sie richtigen Behandlungen wählen können,“ führte Delegierter Hurst laut einem Bericht aus.

 

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