Welche unterschiedlichen Auswirkungen hat Cannabis auf Männer und Frauen?

Autor: Leafly Redaktion

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Welche unterschiedlichen Auswirkungen hat Cannabis auf Männer und Frauen?

Eine neue Studie der Columbia University und Johns Hopkins University hat herausgefunden, dass nicht-weiße Frauen über 50 mit geringem Einkommen zu der Bevölkerungsschicht zählen, die die Verwendung von Cannabis am ehesten als riskant einstuft. In dieser Gruppe teilen im Vergleich zu Männern derselben Altersgruppe und Demographie fast doppelt so viele Personen diese Meinung.

Die Untersuchungen decken sich mit anderen beobachteten Unterschieden zwischen den beiden Geschlechtern in Bezug auf das mit dem Cannabiskonsum von Substanzen einhergehende Risiko. Interessanterweise knüpft die Studie an ein anderes zu beobachtendes Phänomen bei den Geschlechtern an: Wie unterschiedlich sich Cannabinoide wie z.B. THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD auf Männer und Frauen auswirkt, insbesondere bei der Hormon- und Neurotransmitterfunktion.

Die Auswirkungen von Cannabiskonsum auf Männer

Männer tendieren dazu, Cannabis in größeren Mengen und häufiger zu konsumieren als Frauen. Männliche Cannabis-Konsumenten haben oft auch einen höheren Anteil an Delta-9-Tetrahydrocannabinol (Delta-9-THC) in ihrem Blutkreislauf, nehmen neben Cannabis häufig auch noch andere Mittel und haben eine höhere Prävalenz bekannter Panik- und Persönlichkeitsstörungen. Männer haben auch eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber der Appetitstimulation und Nahrungsaufnahme.

Die Auswirkungen von Cannabis auf Frauen

Bei Frauen reagiert der Körper beim Konsum von Cannabis häufiger zu Schwindelgefühlen. Außerdem zeigen Berichte, dass Frauen Cannabis hauptsächlich bei Angstgefühlen verwenden. Zudem können die Effekte von Cannabis aufgrund einer anderen Verteilung des Körpergewichts gegenüber Männern schwächer sein. Des Weiteren kommt es bei Frauen nach dem Konsum von Cannabis häufiger zu visuell-räumlichen Gedächtnisstörungen.

Die Auswirkungen von Cannabis auf die sexuelle Lust

Eine der erstaunlichsten chemischen Reaktionen von Cannabis sind die Unterschiede im Bereich der Sexualität, insbesondere in Bezug auf Lust und Funktionsfähigkeit.
Frauen zeigen aufgrund ihres Östrogenspiegels eine besondere Reaktion. Der Östrogenspiegel spielt eine Rolle dabei, wie gut das Gehirn externe Cannabinoide aufnehmen kann.

Hintergrund dabei ist, dass Wissenschaftler darauf hinweisen, dass Östrogenrezeptoren entlang des Weges für die THC-Aufnahme liegen. Die höchste Konzentration der körpereigenen Endocannabinoide tritt während des Eisprungs auf. Zudem und es gibt es Beweise dafür, dass sich die Wirkung von Endocannabinoiden positiv auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirkt.

Dies bedeutet, dass Cannabis in kleineren Mengen die sexuelle Lust von Frauen steigert. In größeren Mengen scheint es jedoch die gegenteilige Wirkung zu haben. Bei Männern verringert das Rauchen und Verdampfen von Cannabis die sexuelle Lust und die Spermienproduktion.

Wirkung von Cannabiskonsum auf beide Geschlechter

Es gibt einige andere Bereiche, in denen Cannabis eine ähnliche Wirkung auf beide Geschlechter zeigt, beispielsweise hinsichtlich Stress, Impulsivität, Wahrnehmung, Lernverhalten und Belohungsgedächtnis.

Diese Studien stecken in Bezug auf aussagekräftige Untersuchungsergebnisse noch in den Kinderschuhen. Die ersten Ergebnisse bestätigen jedoch die weit verbreitete Vermutung, dass Cannabis sich unterschiedlich auf Männer und Frauen auswirkt.

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