Der 1. Mai ist Welt-Asthma-Tag

Autor: Alexandra Latour

Verõffentlicht am: 30. April 2018

Geändert am: 30. April 2018

Etwa fünf Prozent der Erwachsenen sowie bis zu zehn Prozent der Kinder erkranken an Asthma bronchiale. Damit gehört die Atemwegserkrankung zu den häufigsten Volkskrankheiten. Am heutigen Welt-Asthma-Tag soll in besonderem Maße über die Erkrankung informiert werden.

Der 1. Mai ist Welt-Asthma-Tag

Der Welt-Asthma-Tag wurde erstmals durch die Global Initiative for Asthma (GINA) im Jahr 1998 initiiert. Seitdem findet er jedes Jahr am ersten Dienstag im Mai statt und wird zum Anlass genommen, um über die Krankheit Asthma zu informieren.

Dem „Global Asthma Report 2014“ der Global Asthma Network (GAN) Steering Group ist zu entnehmen, dass weltweit mehr als 330 Millionen Menschen unter Asthma leiden. Demnach handelt es sich bei der Atemwegserkrankung um eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Weltweit versterben jedes Jahr ungefähr 400 000 Betroffene an Asthma.

Seit hundert Jahren nimmt die Zahl der Asthmapatienten weltweit stetig zu. In den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten fiel ein besonders drastischer Anstieg der Neuerkrankungen in den westlichen Industrieländern auf. Obwohl die Anstiegsrate aktuell stagniert bzw. konstant bleibt, bleibt die Krankheit dennoch weiterhin auf dem Vormarsch, insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern wie Lateinamerika, Afrika und Asien steigen die Patientenzahlen wieder.

Aktionen am Welt-Asthma-Tag

Viele Institutionen und Organisationen nehmen den Welt-Asthma-Tag zum Anlass, in besonderem Maße auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. Hierzu gehört unter anderem auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB), der leicht verständliche Infografiken erstellt hat, die dabei helfen sollen, besser mit Asthma umzugehen. Auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes findet sich zudem eine Auflistung verschiedener Artikel zum Thema Asthma bronchiale.

Cannabis als Medizin gegen Asthma-Beschwerden

Rauchen schadet der Gesundheit. Wer an Asthma leidet und raucht, muss mit einer Verschlimmerung der Symptomatik rechnen. Zunächst erscheint es unlogisch, Cannabis in die Asthmabehandlung einzubeziehen, dennoch belegen Studien, dass Cannabis Entzündungen lindern und die Kanäle der Atmungsorgane öffnen kann. (Leafly hat hierüber ausführlich berichtet.)

Auf das Rauchen von Cannabis mit Tabak sollten Asthmatiker jedoch verzichten, denn dies kann unter anderem zu einer erhöhten Schleimproduktion führen. Auch steigt das Risiko, an einer Bronchitis zu erkranken. Zu empfehlen ist hingegen das Inhalieren des Cannabis mithilfe eines Verdampfers (Vaporizers).

CBD-Öl gegen asthmatische und psychische Beschwerden

Das nicht-psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) kann in der Asthmabehandlung ebenfalls unterstützend eingesetzt werden, da es über eine entzündungshemmende und entkrampfende Wirkung verfügt. Verschiedene Studien haben bereits belegt, dass CBD sich zudem günstig auf die Psyche auswirken kann. Nicht selten leiden Asthmatiker unter Ängsten, insbesondere Erstickungsängsten, depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen. CBD-Öl ist nicht verschreibungspflichtig und kann in Deutschland legal erworben werden.

Quellen:

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