Welt-Asthma-Tag und Cannabis als Medizin

Der heutige Welt-Asthma-Tag steht ganz im Zeichen der Krankheit Asthma bronchiale. Doch kann Medizinalcannabis hier unterstützend eingesetzt werden? Verschiedene Studien geben Hinweise darauf, dass insbesondere CBD hilfreich sein könnte.

Welt-Asthma-Tag und Cannabis als Medizin

Am ersten Dienstag im Mai findet der Welt-Asthma-Tag statt. Dieser wurde von der Global Initiative for Asthma (GINA) im Jahr 1998 initiiert. In Deutschland informiert unter anderem der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) über das Krankheitsbild Asthma.

Den heutigen Welt-Asthma-Tag möchten wir zum Anlass nehmen, um die Erkrankung in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Denn weltweit nimmt die Zahl der Asthmapatienten stetig zu. Bereits im vergangenen Jahr haben wir am Welt-Asthma-Tag darüber berichtet, dass laut dem „Global Asthma Report 2014“ weltweit über 330 Millionen Menschen unter Asthma leiden. Ein besonders drastischer Anstieg der Neuerkrankungen war vor allem in den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten in den westlichen Industrieländern zu verzeichnen.

Welt-Asthma-Tag: Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen?

Laut „Lungenärzte im Netz“ erkranken in Deutschland 10 bis 15 Prozent der Kinder sowie ungefähr 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen an Asthma. Dies entspricht rund 8 Millionen Menschen. Kinder sind dabei besonders häufig betroffen. So ist Asthma bronchiale im Kindesalter die am häufigsten vorkommende Erkrankung. Dabei erkranken Jungen fast doppelt so häufig wie Mädchen. Allerdings verblasst dieser Geschlechterunterschied mit zunehmendem Alter.

Welt-Asthma-Tag: Wie kann Medizinalcannabis unterstützend eingesetzt werden?

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Asthmatiker von Medizinalcannabis profitieren können. Die bevorzugte Applikationsmethode sollte jedoch das Verdampfen und nicht das Rauchen sein.

Die im Rahmen der Asthmaerkrankung auftretende Atemnot ist hauptsächlich auf die Schwellung und Verengung der Atemwege zurückzuführen. Im Jahr 1973 hatten Forscher bereits im Rahmen ihrer Studie festgestellt,  dass Cannabis in der Lage ist, die Luftwege zu öffnen, undsomit dasAtmen erleichtern kann. Eine weitere Studie zeigte zudem, dass Bronchialkrämpfe bei Probanden mithilfe von Cannabis gelindert werden konnten.

Asthma und Cannabidiol (CBD)

Über die aktuelle Studienlage zum Thema Asthma und Cannabis als Medizin haben wir bereits berichtet. Das nicht psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) scheint einen positiven Effekt auf eine Asthmaerkrankung zu haben. Geschuldet ist dies vermutlich der entzündungshemmenden Wirkung.

Bei vielen Patienten sind die Bronchien auch in anfallsfreien Phasen entzündet. Tritt dann ein akuter Asthmaanfall auf, verschlimmert sich die Entzündung, sodass auch entzündungshemmende Arzneimittel zum Einsatz kommen. Im Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2015 heißt es, dass CBD ein neues potenzielles Medikament sein kann, um die Entzündungsreaktionen bei Asthma zu lindern.

Darüber hinaus kann sich CBD auch günstig auf die Psyche auswirken. Denn viele Asthmatiker leiden unter Erstickungsängsten und Schlafstörungen.

Welt-Asthma-Tag: Erfahrungen von Cannabispatienten

In unseren Patientenakten berichten einige Cannabispatienten, die unter anderem unter Asthma leiden, von ihren Erfahrungen mit Medizinalcannabis. So zum Beispiel Jörg aus Schleswig-Holstein oder Magda aus Hessen.

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

 

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