Welt-Rheuma-Tag: „Rheuma kommt selten allein“

Autor: Alexandra Latour

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Es existieren mehr als 100 unterschiedliche rheumatische Erkrankungen, wobei die rheumatoide Arthritis die am häufigsten vorkommende Form ist. Allein in Deutschland sind über 500 000 Menschen betroffen. Am heutigen Welt-Rheuma-Tag möchten wir an alle Betroffene denken und dabei helfen, die Welt für diese schwere Erkrankung zu sensibilisieren.

Welt-Rheuma-Tag: „Rheuma kommt selten allein“

Der Welt-Rheuma-Tag fand zum ersten Mal im Jahr 1996 statt. Ins Leben gerufen hat diesen die Arthritis and Rheumatism International (ARI). Ziel des Welt-Rheuma-Tages ist es, die Anliegen Betroffener sowie die Erkrankung selbst in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

In Deutschland gibt es diesen Jahrestag seit dem Jahr 2005, der von der Deutschen Rheuma-Liga eingeführt wurde. Und so findet der Welt-Rheuma-Tag jedes Jahr am 12. Oktober unter einem bestimmten Motto statt. Das diesjährige Motto lautet: „Rheuma kommt selten allein – Begleiterkrankungen vorbeugen und behandeln“.

Behandlung einer Rheuma-Erkrankung

Die Hauptsymptome sämtlicher Rheuma-Erkrankungen äußern sich in Form von Schmerzen in den Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen. Gegen diese Beschwerden erfolgt meist die Verordnung von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Jedoch ist die Einnahme dieser Rheuma-Medikamente mit Risiken verbunden, denn die Wirkstoffe können die Magen-Darm-Schleimhaut angreifen, sodass Magengeschwüre entstehen können. Zudem kann es zu Wassereinlagerungen kommen, was ebenfalls nicht ungefährlich ist.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bestehen in der Gabe von Kortison-Medikamenten bei akuten Entzündungsschüben. Basistherapeutika wie Sulfasalazin oder Methotrexat wirken hingegen erst nach einigen Wochen, besitzen dafür aber eine Langzeitwirkung. Problematisch ist jedoch, dass hierdurch das Immunsystem geschwächt wird. Auch Biologika, eine neuartige Medikamentengruppe, erhöhen das Infektionsrisiko.

Welche Begleiterkrankungen können auftreten?

Welche Komorbidität im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung auftreten kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Oftmals betreffen die Entzündungen nicht nur den Bewegungsapparat, sondern auch die inneren Organe, wie zum Beispiel die Leber, die Nieren oder den Darm. Aber auch Beschwerden an den Augen und an der Haut sind häufige Begleiterkrankungen.

Wie kann pharmazeutisches Cannabis helfen?

Inzwischen existieren zahlreiche Studien, die belegen können, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze wie THC und CBD bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen hilfreich sein können. Besonders erwähnenswert ist hier das Cannabinoid Cannabidiol (CBD), das entzündungshemmend wirken kann. Im Vergleich dazu eignet sich das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) eher dazu, die Schmerzen zu lindern. Gerade in Bezug auf chronische Schmerzen ist THC sehr gut erforscht.

Welt-Rheuma-Tag: Rheuma-Liga bietet kostenlose Beratung an

Informationen zu den bundesweit stattfindenden Veranstaltungen zum Welt-Rheuma-Tag gibt es auf der Webseite der Rheuma-Liga. Darüber hinaus wird eine kostenlose Beratungshotline angeboten. Zahlreiche Rheumatologen sind heute zwischen 16:00 und 19:00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 533 22 11 erreichbar. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwischen 19:00 und 21:00 Uhr mit Fachärzten unter www.rheuma-liga.chat zu chatten.

Vom 17. bis 20. Oktober werden wir auf dem Deutschen Schmerzkongress im Congress Center Rosengarten Mannheim vertreten sein.
Hier werden wir viele wichtige Informationen sammeln und ausführlich darüber berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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