Zypern legalisiert Medizinalhanf

Zypern hat sich jetzt an vielen anderen europäischen Ländern orientiert und Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert. Im Parlament gab es 18 Gegenstimmen. 34 Stimmen waren für die Freigabe von Medizinalhanf.

Zypern legalisiert Medizinalhanf

Erst Neuseeland – jetzt Zypern

Immer mehr Länder legalisieren Medizinalhanf. Im Dezember 2018 berichteten wir bereits über Neuseeland und die Gesetzesvorlage für den Gebrauch von Medizinalhanf, die verabschiedet wurde. Das Gesetz beinhaltet zudem die Einführung eines Lizenzierungsprogramms für den Anbau, den Export und die Erforschung von Medizinalcannabis. Innerhalb eines Jahres ist ein medizinisches Cannabissystem einzuführen. Viele Länder sehen in der Legalisierung von Medizinalhanf unter anderem wirtschaftliche Vorteile. So auch die Republik Zypern, die jetzt ebenfalls Cannabis für medizinische Zwecke freigegeben hat.

Einem Medienbericht zufolge wird die Änderung des Gesetzes über Betäubungsmittel und psychotrope Substanzen in Zypern den Import und Export von pharmazeutischem Cannabis sowie dessen Verwendung für die medizinische Forschung und zur Herstellung von galenischen (pflanzlichen) Arzneimitteln für medizinische Zwecke ermöglichen.

Darüber hinaus erlaubt das Gesetz die Annahme besonderer Bestimmungen, um Cannabissamen und Cannabispflanzen nach Zypern zu importieren, Lizenzgebühren einzuführen und Geldbußen zu verhängen, falls die Bestimmungen missachtet werden.

Vorerst erhalten nur drei Hersteller eine Lizenz

In Zypern erhalten zunächst nur drei Hersteller eine Lizenz. Zumindest für die ersten 15 Jahre, um finanzstarke Unternehmen mit Erfahrung im Anbau und in der Herstellung von Medizinalcannabis zu gewinnen.

Diese begrenzte Anzahl von Lizenzen soll Unternehmen, die sich für eine Investition in Zypern entscheiden, einen Anreiz bieten. Es soll aber auch Kontrollen erleichtern, um sicherzustellen, dass Medizinalhanf nicht auf dem illegalen Markt landet.

Welche Patienten können Medizinalhanf in Zypern erhalten?

Pharmazeutisches Cannabis wird Patienten mit chronischen und anhaltenden Schmerzen verschrieben. Diese können beispielsweise mit Krebs, HIV, Mobilitätsproblemen, Rheuma und Glaukom in Verbindung stehen. Auch Patienten, die am Tourette-Syndrom oder unter einer chronischen Darmentzündungen leiden, können von Medizinalcannabis profitieren.

Erst vor kurzem hat das Europäische Parlament einer Entschließung zugestimmt, in der die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, Forschungslücken bei Medizinalhanf zu schließen und das Potenzial von Medikamenten auf Cannabisbasis zu nutzen (Leafly berichtete).

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